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Wirtschaft

China ist schon in Brasilia sehr spendabel

Der chinesische Premier reist durch Lateinamerika. Schon bei seinem ersten Stopp in Brasilien verspricht er riesige Investitionen. Das Land kann das Geld gut gebrauchen - und hofft auf neue Handelswege.

Chinas Premier Li Keqiang und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hatten am Ende ihres Treffens wahrscheinlich wunde Finger vom Unterschreiben: Insgesamt 35 neue Kooperationsverträge unterzeichneten die beiden Regierungschefs in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia.

Das Volumen der Investitionsvorhaben liegt bei umgerechnet knapp 48 Milliarden Euro. Diese sollen die schwächelnde Wirtschaft Brasiliens voranbringen, sagte Dilma Rousseff. Die beiden BRICS-Staaten wollen beim Ausbau von Häfen, Flughäfen, Straßen, Eisenbahnlinien sowie in der Landwirtschaft enger kooperieren. Eines der Abkommen betrifft das alte Projekt einer Eisenbahnverbindung, die das am Atlantik gelegene Brasilien mit dem Pazifik in Peru verbinden soll. Bei diesem Drei-Länder-Projekt (Brasilien, Peru, China) soll zunächst die Machbarkeit überprüft werden.

Ein neuer Weg nach Asien

Brasiliens Staatschefin lud chinesische Firmen ein, sich an dem Projekt zu beteiligen. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie werde sich für Brasilien ein neuer Handelsweg nach Asien öffnen. Die Verbindung soll von Brasilien bis zum peruanischen Hafen Pisco führen, wo dann Waren über den Pazifik nach Asien exportiert werden. Nichtregierungsorganisationen warnen vor den Gefahren für den Regenwald und die dort lebendenden Ureinwohner.

Auch Andere hoffen auf Geld aus Peking

Brasilien ist die erste Station der Südamerika-Reise des chinesischen Premierministers. Auf dem Reiseplan liegen nun noch Kolumbien, Peru und Chile. Auch dort wird erwartet, dass China erhebliche Wirtschaftsvereinbarungen abschließen wird. Im Januar hatte der chinesische Präsident Xi Jinping Investitionen im Volumen von 250 Milliarden Dollar binnen zehn Jahren in Aussicht gestellt. China ist schon seit Jahren verstärkt in Lateinamerika aktiv. Mit den Investitionen will das Land seinen Einfluss gegenüber den USA in der Region ausbauen.

nm/dk (dpa, rt)