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Marktöffnung

China gibt Finanzbranche für Ausländer frei

China macht einen großen Schritt bei der Öffnung seines Finanzmarkts: Bald soll es ausländischen Unternehmen erlaubt sein, die Mehrheit an chinesischen Banken, Brokern oder auch Versicherern zu übernehmen.

Damit würden frustrierende Jahre für viele westliche Finanzkonzerne enden, die auf dem Riesenmarkt China nur schwer mit den örtlichen Großbanken konkurrieren konnten.

Die zuständigen Behörden arbeiteten gerade die Details der neuen Regelungen aus, sagte der stellvertretende Finanzminister Zhu Guangyao in Peking. Diese sollten dann bald veröffentlicht werden. Nach seinen Worten sollen Ausländer künftig bis zu 51 Prozent an Finanzfirmen halten dürfen; diese Begrenzung würde dann mit der Zeit ganz aufgehoben.

Bislang waren Ausländer darauf beschränkt, die Rolle des Juniorpartners bei Gemeinschaftsunternehmen im chinesischen Finanzsektor zu übernehmen: Sie durften maximal 49 Prozent halten. Aus diesem Grund hatte sich etwa die größte US-Bank JPMorgan Chase im Dezember aus einem Investmentbanking-Joint-Venture in China zurückgezogen.

Donald Trumps positive Bilanz

Die jetzige Öffnung kommt, nachdem US-Präsident Donald Trump seinen ersten Besuch im Reich der Mitte abgeschlossen und eine positive Bilanz gezogen hatte: Er sprach in einem Tweet von "sehr produktiven" Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking bezüglich der Themen Handel und Nordkorea.

Allerdings hatte China auch schon zuvor die Restriktionen für Ausländer im Finanzsektor gelockert. So können Investoren über Hongkong auch an den Märkten in Festland-China handeln.

Der Vorsitzende der US-Handelskammer in China, William Zarit, erklärte, die Öffnung werde auch China zugute kommen: "Sie wird die Verteilung finanzieller Mittel stark verbessern und Chinas Entwicklung unterstützen." Die Restriktionen - und viele andere, die noch fallen müssten - hätten die wirtschaftliche Entwicklung im Land schon viel zu lange behindert.

ul/stu (dpa, rtr, afp)

 

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