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Automobilbranche

China: BMW ruft 200.000 Autos zurück

Wegen Problemen mit den Airbags ruft der bayerische Autokonzern BMW etwa 200.000 Autos in die Werkstätten zurück. Es geht erneut um Fahrzeuge mit Airbags des japanischen Herstellers Takata.

Die Rückrufaktion teilte Chinas Qualitätsaufsicht (AQSIQ) auf ihrer Website mit, wie am Montag bekannt wurde. Neben BMW mussten in den vergangenen Monaten auch viele andere Autobauer bereits Millionen Autos weltweit zurückrufen, bei denen mangelhafte Airbags überprüft und repariert werden sollen. 

Wenn einer der beanstandeten Airbags auf der Fahrer- bzw. Beifahrerseite ausgelöst werde, so die AQSIQ, könnten umherfliegende Kleinteile Fahrzeuginsassen verletzen. Laut BMW würden die defekten Teile kostenlos ersetzt werden. 

Die defekten Airbags des japanischen Herstellers Takata haben bereits zu Rückrufen bei fast 100.000 Millionen Autos verschiedener Hersteller weltweit geführt. Takata hatte im Juni dieses Jahres zugeben müssen, dass es bei Unfällen mit defekten Airbags wenigstens 15 Tote und 150 Verletzte Autofahrer und Passagiere gegeben hat.

Ein Toter in China

Bereits im November hatten BMW und die Konzerntochter Rolls-Royce 33.600 Autos mit defekten Airbags in die Werkstatt zurückbeordert. Wegen eines Programmierfehlers würden bei einem Frontalzusammenstoß oder Auffahrunfall falsche Daten an den Airbag übermittelt, so dass er mitunter nicht auslöse. Bei einem Unfall in China sei ein Fahrer ums Leben gekommen, hatte ein BMW-Sprecher mitgeteilt.

Dieses Problem aber, so der Sprecher damals, hätte nichts mit der "Takata-Thematik" zu tun. Betroffen waren BMW 7er, BMW 5er GT und Rolls-Royce Ghost, die zwischen Dezember 2011 und Juni 2012 gebaut wurden. Die meisten fuhren in China, in Deutschland waren 2300 Autos betroffen.

dk/sc (dpae)