Chile räumt auf | Fokus Amerika | DW | 02.09.2009
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Fokus Amerika

Chile räumt auf

Warum in Chile das größte Massenverfahren der Justizgeschichte begonnen hat+++Wie die USA im Atomstreit mit dem Iran reagieren wollen+++Wie ein Gefängnisbus im Staat New York Familien zusammenbringt

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Es ist das größte Massenverfahren der chilenischen Justizgeschichte: 129 ehemalige Sicherheitskräfte der Pinochet-Diktatur stehen ab heute unter Anklage. Der Vorwurf: Massive Menschenrechtsverletzungen während der Pinochet-Diktatur - sie sollen geholfen haben, Gegner des Regimes zu ermorden oder zu verschleppen. Jetzt droht ihnen langjährige Gefängnisstrafen. Chile versucht, endgültig mit seiner Geschichte aufräumen - und das allerdings reichlich spät.

Neue Perspektiven im Atom-Streit?

Auch in die zähen Atom-Verhandlungen mit dem Iran scheint Bewegung zu kommen: Heute setzen sich die fünf Mitglieder des UN-Sicherheitsrates mit Deutschland zusammen und wollen das weitere Vorgehen im Atom-Streit besprechen. Nur wenige Stunden vorher hat sich jetzt Teheran zu Wort gemeldet: Die iranische Führung signalisiert stärkere Verhandlungsbereitschaft, hat sogar neue Kompromissvorschläge angekündigt. Aber ändert das etwas an der Haltung des Westens zum iranischen Atomprogramm? Vor allem die USA bleiben skeptisch -und warten auf ein offizielles Angebot aus dem Iran. Denn das ist bislang ausgeblieben.

Busfahrt zum Knast

Wer kurz vor Mitternacht in New York in den Bus von Ray steigt, hat nur ein Ziel: Das Gefängnis. Aber Ray transportiert nicht etwa Schwerverbrecher. Er fährt Familien, Angehörige, Freunde, Menschen, die eines gemeinsam haben: Einer ihrer Liebsten sitzt im Knast. Jeden Sonntag ist dort Besuchszeit - und damit die Oma des Drogendealers und die Geliebte des Mörders auch sicher ins Gefängnis kommen, startet Ray seinen Bus.

Redaktion: Anna Kuhn-Osius

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