1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nigeria

Chibok-Mädchen gerettet

Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer: Fast drei Jahre nach der Entführung von mehr als 200 Schülerinnen aus dem nigerianischen Ort Chibok haben Soldaten eines der Mädchen gefunden.

Die von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram entführte Rakiya Abubkar und ihr sechs Monate altes Baby würden medizinisch untersucht und dann der Regierung des Bundesstaats Borno übergeben, erklärte das Militär. Die junge Frau sei während eines Einsatzes gegen die sunnitischen Terroristen gefunden worden. Die Eltern seien bereits identifiziert.

Im April 2014 hatte Boko Haram 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus dem Ort Chibok im nordöstlichen Borno verschleppt. Etwa 50 von ihnen gelang kurz danach die Flucht. Doch noch immer gelten viele der jungen Frauen als vermisst. Sie sollen von Boko Haram zum Übertritt zum Islam gezwungen und teils als Sexsklavinnen gehalten worden sein.

Nigeria 21 Chibok-Mädchen (Picture-Alliance/dpa/EPA/STR)

Ein kleines Wunder: Im Mai 2016 kommen 21 Chibok-Mädchen frei

Vergangenes Jahr im Mai hatte das Militär bereits eines der Mädchen retten können. Im Oktober kamen dann 21 Mädchen nach Verhandlungen der Regierung mit Boko Haram frei. Unter anderem hatten das Internationale Rote Kreuz und die Schweizer Regierung in dem Fall vermittelt. Kurz darauf wurden ein weiteres Mädchen und dessen Baby in Sicherheit gebracht.

Boko Haram will nach eigenen Angaben einen islamischen Staat im Norden Nigerias errichten. Die Gruppe wird für zehntausende Tote verantwortlich gemacht. Trotz militärischer Erfolge sind nach UN-Angaben mehr als 2,6 Millionen Menschen in der Region wegen der anhaltenden Gewalt auf der Flucht.

chr/SC (dpa, epd, kna)

 

Die Redaktion empfiehlt