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Aktuell Nahost

Chemiewaffen-Inspekteure in Syrien angegriffen

In Syrien sind Mitarbeiter der OPCW überfallen worden. Berichte über eine Entführung wurden aber dementiert. Die C-Waffen-Inspekteure gingen Vorwürfen nach, Regierungstruppen hätten Chlorgas gegen Rebellen eingesetzt.

Ein elfköpfiges Team der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ist in Syrien angegriffen worden. Das bestätigte die Organisation auf ihrer Internetseite. Alle Mitglieder der Gruppe seien aber wohlauf und in Sicherheit. Sie hätten den Einsatz unterbrochen und würden auf ihrer Basis zurückerwartet. Die Inspekteure waren in der Stadt Hama Ziel der Attacke geworden.

Über den genauen Verlauf des Angriffs gab es widersprüchliche Angaben. Das syrische Außenministerium hatte mitgeteit, die Chemiewaffen-Experten seien gekidnappt worden. Die OPCW dementierte die Entführung.

Nach Ministeriumsangaben gingen die Inspekteure Vorwürfen nach, die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad hätten im April ein von Rebellen kontrolliertes Dorf in Hama mit Chlorgas angegriffen. Das Außenministerium machte "terroristische Gruppen" für die Tat verantwortlich. Als "Terroristen" bezeichnet die Regierung alle Aufständischen, die sich gegen Assad erhoben haben.

Rebellenvertreter hatten den Regierungstruppen zuletzt am Freitag vorgeworfen, in Hama Fassbomben mit Chlorgas abgeworfen zu haben. Auch Ärzte gaben an, Hinweise auf Chlorgas zu haben.

Auf Druck der internationalen Gemeinschaft hatte sich Assad im vergangenen Jahr bereit erklärt, seine Chemiewaffen zur Zerstörung außer Landes zu schaffen. Der Prozess ist nach OPCW-Angaben so gut wie abgeschlossen. Allerdings gehört Chlorgas nicht zu den Chemikalien, die unter das Abkommen fallen.

cr/SC (afp, ap, rtr)