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Finanzmärkte

Chefin der US-Börsenaufsicht tritt zurück

Die US-Börsenaufsicht braucht eine neue Leitung: Mary Jo White kündigte ihren Rücktritt an. White gilt als Reformerin. Sie räumt ihren Posten zeitgleich mit dem Abtreten der Obama-Regierung.

Die 68-Jährige hatte den Job im April 2013 übernommen und sollte die Behörde eigentlich noch bis 2019 leiten. White gilt als zentrale Figur beim Bemühen der Obama-Administration, die Wall Street nach der Finanzkrise zu zügeln. Durch Whites Abgang erhält der designierte Präsident Donald Trump Spielraum, den Schlüsselposten in seinem Sinne neu zu besetzen. Trump hat bislang noch nicht klar Stellung bezogen, wie er sich die künftige Regulierung der Finanzindustrie vorstellt. Obwohl er sich im Wahlkampf stets kritisch gegenüber der Finanzelite geäußert hat, halten Analysten es für möglich, dass er die Regelverschärfungen aus der Obama-Ära wieder aufweichen könnte. An der Börse zählten Finanzwerte nach Trumps Wahlsieg deshalb zu den großen Gewinnern.

Zahlreiche Reformen durchgesetzt

Gründe für den Amtsverzicht wurden nicht genannt. Es ist der erste Rücktritt einer einflussreichen politischen Persönlichkeit nach der Wahl Trumps. White erklärte, sie sei stolz darauf, in ihren drei Amtsjahren zahlreiche Reformen und Regeln durchgesetzt zu haben, die für einen besseren Schutz der Anleger und mehr Finanzmarktstabilität gesorgt hätten.

Erfahrene Juristin

Vor ihrer Zeit als Chefin der Börsenaufsicht hatte White als Bundesstaatsanwältin in New York gegen das organisierte Verbrechen ermittelt. Auch war sie für die juristische Aufarbeitung des Anschlags auf das World Trade Center im Jahr 1993 sowie der Anschläge auf US-Botschaften in Afrika 1998 zuständig.

cgn/haz (afp, dpa, rtr)

 

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