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Soul-Sänger

Charles Bradley gestorben

Der Soul-Sänger Charles Bradley ist tot. Wegen seines Krebsleidens hatte er Anfang September seine Tour abbrechen müssen. Der Musiker war für seine raue, kräftige Stimme bekannt.

USA Soulsänger Charles Bradley beim Shaky Knees Musikfestival in Atlanta (picture-alliance/dpa/R. Harris)

Der Soul-Sänger Charles Bradley 2014 bei einem Musikfestival in Atlanta

Charles Bradley starb am Samstag im Alter von 68 Jahren in New York im Kreise seiner Familie, wie das Magazin "Billboard" berichtete. Auf seiner Internetseite stand kurz nach Bekanntwerden seines Todes auf schwarzem Grund "Charles Bradley 1948-2017". Inzwischen ist dort ein kurzer Nachruf zu lesen.

In einer Mitteilung auf seinem Twitter-Account hieß es: "Schweren Herzens geben wir den Tod von Charles Bradley bekannt. Wir danken Euch für Eure Gedanken und Gebete in dieser schwierigen Zeit." 

Vor knapp einem Jahr war bekannt geworden, dass der Musiker an Magenkrebs litt. Der Krebs hatte gestreut, wie Bradleys Managerin Shazila Mohammed mitteilte. Die Ärzte diagnostizierten zuletzt auch Krebs in der Leber. Anfang September hatte der Sänger alle geplanten Konzerte seiner Tour abgesagt und dazu auf Twitter gepostet: "Ich liebe euch alle, ihr habt meine Träume wahr werden lassen." 

Der schreiende Adler des Soul

Bradley war für seine raue, kräftige Stimme bekannt. Er erhielt deshalb den Spitznamen "Screaming Eagle of Soul" (Schreiender Adler des Soul). Verglichen wurde er mit Soul-Größen wie James Brown und Otis Redding.

Der Musiker begann seine Karriere erst spät. Geboren wurde er am 5. November 1948 in Gainesville in Florida, aufgewachsen ist er in armen Verhältnissen im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Zunächst arbeitete Bradley als Koch. Später trat er in kleineren New Yorker Clubs auf. Entdeckt wurde er von Mitarbeitern eines kleinen auf Retro-Soul spezialisierten Plattenlabels, als er im Rahmen einer James-Brown-Tribute-Show unter dem Namen "Black Velvet" auftrat. Daraufhin veröffentlichte er 2002 seine erste Single.

Erst Anfang des Jahres 2011 folgte das späte Debütalbum "No Time for Dreaming". Das brachte ihm den internationalen Durchbruch. Er ging in den USA und in Europa auf Tour. 2013 brachte Bradley sein zweites Album "Victim of Love" heraus. Im vergangenen Jahr folgte das dritte Album "Changes".

kis/as (dpa, afp, ape)

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