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Podcast Wirtschaft

Chaostage in der Eurozone

Wie systemrelevant ist Zypern? +++ Was deutsche Ökonomen vom Zypern-Rettungspaket halten +++ Wie die Russen auf Zypern leben +++ Wie deutsche Unternhmer im Irak Geschäfte machen wollen +++

Zahraeder am Stand des Waelzlagerherstellers NKE aus Oesterreich.(AP Photo/Joerg Sarbach)

Deutschland Wirtschaft Symbolbild Konjunktur IFO

Audio anhören 18:26

Wirtschaft (20.03.2013)

Es kam, wie es kommen musste - die zyprischen Parlamentarier haben die umstrittene Zwangsabgabe zur Rettung der Banken abgelehnt, und jetzt ist das Chaos perfekt. Und was machen die Politiker? Wolfgang Schäuble versucht, zu beruhigen: Die Europäer hätten "ausreichend Vorsorge getroffen", durch die Entwicklung in Zypern müssten keine negativen Auswirkungen für den Rest der Eurozone befürchtet werden. Nur drei Tage vorher aber hatte das noch ganz anders geklungen: Da hatten die Euro-Retter unisono die Systemrelevanz Zyperns betont. Sonst hätten sie das jetzt abgelehnte Rettungspaket ja auch gar nicht schnüren dürfen. Droht aus Zypern also wirklich keine neue Gefahr für den Euro?

"Reine Willkür"

Neun Monate ist über die Rettung Zyperns verhandelt worden, und eine einzige parlamentarische Abstimmung hat das ganze Kartenhaus zusammen fallen lassen. Dabei war das Ganze vorhersehbar, denn auch zyprische Politiker wollen wieder gewählt werden. In Deutschland jedenfalls gibt es eine ganze Reihe namhafter Ökonomen, die kein gutes Haar an dem Rettungspaket lassen und der europäischen Rettungspolitik eine erhebliche Mitschuld am Chaos geben. Zhang Danhong hat sie besucht.

Beverly Hills in Limassol

Im Winter ist Moskau für viele Russen so einladend wie eine Tiefgarage um Mitternacht. Da ist es doch schön, wenn man das nötige Kleingeld hat, um auf einer sonnigen Insel wie Zypern zu residieren und nebenbei noch vom niedrigsten Steuersatz in der Europäischen Union zu profitieren. Kein Wunder, dass die Insel als Waschmaschine für illegal erworbene Rubel-Milliarden gilt. Doch wie geht es jetzt weiter? Bleiben die Russen, gehen sie? Und was wird aus dem einstigen Steuerparadies?

"Du brauchst einen langen Atem"

Vor genau zehn Jahren ist die us-amerikanische Armee in den Irak einmarschiert, um Saddam Hussein zu entmachten. Die Bilanz ist ernüchternd. Es fehlt an sauberem Wasser und einer verlässlichen Stromversorgung. Die Öl-Förderanlagen sind verrottet. Die Demokratie existiert nur auf dem Papier - und trotzdem gibt es sie: Deutsche Unternehmer, die im Irak Geschäfte machen wollen. Ulrich Leidholdt hat sie getroffen.

Redakteur im Studio: Rolf Wenkel

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