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Rad-WM

Chantal Blaak krönt niederländische Leistung

Das stärkste Team setzt sich durch: Die Niederländerinnen dominieren das Frauenrennen der WM in Bergen. Am Ende siegt Außenseiterin Chantal Blaak und profitiert von der taktischen Überlegenheit ihres Teams.

Den Titel holte sich im längsten Frauen-Rennen der WM-Geschichte (152,8 Kilometer) die Niederländerin Chantal Blaak im Alleingang vor der Australierin Katrin Garfoot und Amalie Dideriksen aus Dänemark. Dabei setzte sich Blaak auch deshalb aus der Gruppe der Favoritinnen ab, weil ihre beiden favorisierten Teamkolleginnen Anna van der Breggen und Annemiek van Vleuten die Verfolgerinnen kontrollierten und niemanden weg ließen. So konnte die niederländische Meisterin Blaak als Solistin 28 Sekunden Vorsprung ins Ziel retten und den größten Erfolg ihrer Karriere feiern. 

Enttäuschende BDR-Bilanz

Dahinter schloss auf der Zielgeraden das Feld wieder zu den Verfolgern auf, was Garfoot und Dideriksen die Medaillen bescherte. Die deutschen Frauen verpassten in Bergen die Podestplätze überraschend klar. Ex-Weltmeisterin Lisa Brennauer belegte am Samstag im Straßenrennen als beste BDR-Fahrerin den 42. Platz und das mit großem Rückstand.

 Chantal Blaak, Rad-Weltmeisterin aus den Niederlanden (Reuters)

In einem taktischen Rennen erst als Aufpasserin vorausgeschickt, am Ende Weltmeisterin: Chantal Blaak (r.)

Damit bleibt es für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei der mageren Ausbeute von nur einer Silbermedaille durch Lennard Kämna im Rennen der U23-Männer. Auch im Eliterennen am Sonntag ist eine Medaille eher unwahrscheinlich, nachdem der als Kapitän vorgesehene John Degenkolb im Vorfeld wegen einer Bronchitis passen musste. Bei den Junioren hatte zuvor Niklas Märkl eine Medaille im Juniorenrennen ganz knapp verpasst. Der 18 Jahre alte Schüler aus Queidersbach sprintete am Samstag nach 133,8 Kilometer auf den vierten Platz. Den Sieg holte sich im Alleingang der Däne Julius Johansen aus Dänemark. 51 Sekunden zurück folgten die beiden Italiener Luca Rastelli und Michele Gazzoli. Der Berliner Juri Hollmann, der im Zeitfahren den vierten Platz belegt hatte, fuhr auf Platz 17.

Die Niederländerinnen setzten ihrer goldene Serie damit fort: Sie gewannen bereits das Zeitfahren der Frauen und in Person von Giro-Sieger Tom Dumoulin auch das der Männer

jw/sn (mit sid/dpa)

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