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Wirtschaft

Chancen und Risiken der Globalisierung

Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgerufen, die Chancen der Globalisierung zu nutzen. In ihrer Eröffnungsrede in Davos wies sie aber auch auf die Gefahren hin.

Davos hinter Stacheldraht

Winteridyll hinter Stacheldraht

Viele Länder seien noch vom weltweiten Aufschwung abgeschnitten und der globale Wettbewerb verschärfe den Raubbau an der Natur. Aber: "Ich bin jedoch überzeugt: Das, was Globalisierung ausmacht, bietet der Welt heute sehr viel mehr Chancen als Risiken", betonte Merkel. "Sie bietet die große Chance zu mehr Frieden, zu mehr Freiheit und zu mehr Wohlstand für die Menschen."

Damit sich die positiven Kräfte der Globalisierung für alle Menschen entfalten könnten, müsse "ein neues Gleichgewicht der Kräfte" geschaffen werden, sagte Merkel. Das betreffe den Welthandel ebenso wie den Verbrauch von Ressourcen, die Bildung, den Kampf gegen Aids und die Staatsfinanzen.

Gestaltung der Globalisierung

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnungsrede

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnungsrede

"Wir brauchen eine Weltwirtschaft die sich den Regeln eines fairen Ordnungsrahmens verpflichtet", betonte die Kanzlerin. Die These, dass der Staat durch die Globalisierung machtlos werde, treffe nicht zu. "Es ist vielmehr wahr: Mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen können wir die Globalisierung gestalten."

Merkel begrüßte die Wende von US-Präsident George W. Bush in der Klimapolitik. Die von Bush geplante Reduzierung des Benzinverbrauchs um 20 Prozent in den nächsten zehn Jahren sei ein ehrgeiziges Ziel, sagte sie. Damit könne man in einen vernünftigen Wettbewerb beim Klimaschutz eintreten. "Es ist aber auch dringend erforderlich", fügte Merkel hinzu.

Im Mittelpunkt: der Klimawandel

Der Klimawandel steht dieses Jahr im Mittelpunkt des Weltwirtschaftsforums. Weitere Themen sind die Sicherung der Energieversorgung und die Entwicklung alternativer Energien, der israelisch-palästinensische Konflikt sowie die Lage im Irak. Zu dem fünftägigen Treffen haben sich rund 2400 Wirtschaftsführer, ranghohe Politiker, Wissenschaftler und Prominente angesagt. Unter anderen wurden 24 Staats- und Regierungschefs erwartet. Auch die israelische Außenministerin Zipi Livni und der palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas wollten an dem Treffen teilnehmen.

Merkel sprach in Davos als Präsidentin der EU, aber auch als Vorsitzende der Gruppe der sieben führenden Industrienationen und Russlands. Beim G-8-Gipfel in Heiligendamm wolle sie die klassischen Wirtschaftsthemen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, bekräftigte sie. Unter anderem solle es um die Stärkung weltweiter Investitionen, mehr Transparenz auf den internationalen Kapitalmärkten, den Schutz geistigen Eigentums, Energieeffizienz und Klimaschutz gehen. (wga)

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