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Ostmitteleuropa

Chancen nicht genutzt

- Lech Walesa über den 23. Jahrestag der Streiks der Gewerkschaft Solidarnosc in der Danziger und der Stettiner Werft und seine Rückkehr in die Politik

Warschau, 14.8.2003, ONET-PL, poln.

Heute ist der 23. Jahrestag des Ausbruchs des historischen Streiks in der Danziger Werft, in dessen Folge am 30. August in Stettin und am 1. September 1980 in Danzig die Abkommen zwischen der Gewerkschaft "Solidarnosc" und der damaligen Regierung unterzeichnet wurden.

Lech Walesa, der im Namen der Gewerkschaft diese Abkommen damals unterzeichnete, sagte heute im Dritten Programm des Polnischen Rundfunks, dass die vergangenen 14 Jahre seit dem Sieg der Demokratie in Polen eine Zeit der ungenutzten Chancen seien. Daran sei vor allem die politische Elite Polens schuld.

Der ehemalige Präsident kritisierte die Regierung Miller am heftigsten. Die beste Note hingegen gab er der Regierung von Premierminister Mazowiecki, und dies trotz "seiner Unstimmigkeiten mit diesem Premierminister". "Die Regierung von Premierminister Miller, die auf Populismus und Demagogie basiert, trägt am meisten zum Ruin Polens bei", sagte Lech Walesa. Seiner Meinung nach solle der Premierminister Leszek Miller schnellstens im Interesse Polens zurücktreten.

Lech Walesa bedauerte, dass es zu der Partei Bündnis der Demokratischen Linken (SLD) in Polen kein politisches Gegengewicht gibt. Diese Partei verliere zwar massiv an Anerkennung, aber bei den Umfragen habe sie immer noch die Nase vorn. Das sei auf das Fehlen einer gut organisierten Oppositionspartei zurückzuführen, die imstande wäre, etwas konkretes anzubieten.

"Neue Menschen müssen ran", sagte Lech Walesa . Aus diesem Grunde kündigte er Hilfe und Unterstützung für seine Partei - Christliche Demokratie der Dritten Republik Polen - an. Gleichzeitig kündigte er seine Rückkehr in die Politik an. (Sta)

  • Datum 14.08.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3ylN
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