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Sport

Champions League: Heimspielsperre für Atletico Madrid

Wegen Ausschreitungen darf Atletico Madrid zwei Heimspiele der Champions League nicht in Madrid abhalten. Reinhold Fanz ist nicht mehr kubanischer Nationaltrainer. Beim FC Bologna soll nicht mehr geflucht werden.

Javier Aguirre (Quelle: AP)

Strafe: Atletico-Trainer Javier Aguirre darf nicht an die Seitenlinie

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den spanischen Erstligisten Atletico Madrid mit einer Heimspielsperre für zwei Champions-League-Partien belegt. Grund sind Ausschreitungen von Zuschauern beim Spiel in der Champions League gegen Olympique Marseille vor zwei Wochen. Atletico muss nun seine Heimspiele gegen den FC Liverpool am 22. Oktober und den PSV Eindhoven am 26. November mindestens 300 Kilometer von Madrid entfernt austragen anstatt im heimischen Vicente-Calderon-Stadion.

Außerdem muss Atletico Madrid 150.000 Euro Geldstrafe wegen "unpassendem Benehmen" und wegen Organisationsmängeln zahlen. Atletico-Trainer Javier Aguirre darf zudem bei den kommenden beiden Partien in der Königsklasse gegen Liverpool nicht an der Seitenlinie stehen. Sollte es bei Atletico in den kommenden fünf Jahren zu weiteren Problemen kommen, könnte die Strafe auf eine dritte Begegnung erhöht werden, drohte die UEFA. Atletico Madrid kann bis Freitag (17.10.2008) Einspruch gegen das Urteil einlegen.

Kuba wechselt Trainer aus

Reinhold Fanz (Quelle: AP)

Kubas Ex-Trainer: Reinhold Fanz

Der kubanische Nationaltrainer Reinhold Fanz ist entmachtet worden. Grund ist das 1:6-Debakel in der WM-Qualifikation am vergangenen Samstag in Washington gegen die USA. Der 54-jährige Deutsche soll nur noch als Berater arbeiten. Die sportliche Verantwortung für die A-Nationalmannschaft übernimmt Raul Gonzalez Triana.

Der ehemalige Bundesliga-Profi und Trainer von Eintracht Frankfurt war erst im März Trainer der kubanischen Fußball-Nationalmannschaft geworden. In der WM-Qualifikation hat Kuba alle vier Spiele verloren. Damit hat der Inselstaat vorzeitig alle Chancen auf ein WM-Ticket in der Gruppe 1 der CONCACAF-Ausscheidung eingebüßt. Fanz wird Agenturberichten zufolge aber auch eine Mitschuld daran gegeben, dass sich die beiden Auswahlspieler Pedro Faife und Reynier Alcantara im Vorfeld des WM-Quali-Spiels in die USA abgesetzt und dort um politisches Asyl gebeten hatten.

Fußball ohne Fluch

Die Spieler des FC Bologna dürfen künftig nicht mehr fluchen. Dafür setzt sich die neue Präsidentin des italienischen Fußball-Erstligisten, Francesca Menarini, ein. "Ich finde, diese Ausdrücke sind ungerechtfertigt und sollten vermieden werden. Die Mannschaft hat versprochen, darauf zu verzichten", sagte die neue Präsidentin des Vereins, Francesca Menarini. Die 44-Jährige ist die Tochter von Renzo Menarini, dem Chef der Baufirma Cogei, der kürzlich einen 63-prozentigen Anteil am FC Bologna gekauft hat.

Ultras im Visier

Die italienische Polizei ermittelt gegen rechtsextremistische Fußball-Hooligans. Im Visier der Ermittler stehen rund 60 mutmaßliche Mitglieder der in Norditalien verankerten Hooligangruppe Ultras. Sie soll die Krawalle beim WM-Qualifikationsspiels der Squadra Azzurra in der bulgarischen Hauptstadt Sofia am Samstag organisiert haben. Italienische Fußball-Hooligans hatten dort faschistische Gesänge angestimmt. Deshalb drohen ihnen jetzt in Italien Anzeigen wegen Verherrlichung des Faschismus und ein Ausschluss von allen sportlichen Veranstaltungen in Italien in den nächsten fünf Jahren.

Zwei Schiedsrichter mehr

Michel Platini (Quelle: DPA)

UEFA-Präsident Michel Platini

UEFA-Präsident Michel Platini hat sich dafür ausgesprochen, zwei zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten bei Fußballspielen einzusetzen. Platini habe am Wochenende ein EM-Qualifikationsturnier der U19 in Slowenien besucht, erklärte UEFA-Mediendirektor Williams Gaillard. Dort waren testweise zwei zusätzliche Assistenten auf Höhe der Strafräume im Einsatz. "Er hat alles in Aktion gesehen und nach Gesprächen mit den Schiedsrichtern, Spielern und Trainern glaubt er daran, dass das ein guter Weg ist, um die Probleme zu lösen, über die jeder spricht", sagte Gaillard.

Die beiden Assistenten sollen vor allem auf Elfmetersituationen und Schwalben achten und den Schiedsrichter über Funk informieren. Diesem steht es frei, ihre Ratschläge anzunehmen. Bei U19-Spielen in Ungarn Ende des Monats und Ende November auf Zypern sollen weitere Tests mit den zusätzlichen Unparteiischen stattfinden. Nach der Testphase geht ein Bericht an den Weltfußballverband FIFA und das International Football Association Board (IFAB), das allein für Regeländerungen zuständig ist.

Ermittlungen wegen gefälschter Wetten

Wegen mutmaßlicher Wettmanipulationen haben die Fußball-Verbände von England und Russland Ermittlungen eingeleitet. "Wir werden jeden Beweis prüfen, der uns zugeht", erklärte der englische Verband. Die Zeitung "Sunday Telegraph" hatte herausgefunden, dass Buchmacher bei Wetten im asiatischen Raum "massive Bewegungen" zur Halbzeit eines nicht genannten Meisterschaftsspiels entdeckt haben. Der "Sunday Telegraph" hat seine Unterlagen auch der Glücksspiel-Kommission zur Verfügung gestellt. In Russland sollen nach Aussagen von Trainer Wladimir Kosogow vom Drittligisten FK Wolotschanin eine ganze Reihe von Spielen manipuliert worden seien. Darunter sollen auch Begegnungen der ersten und zweiten Liga sein. Dem geht der russische Fußball-Verband jetzt nach. (det)