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Champions League

Champions-League-Auslosung: Schwere Gruppen, hohe Prämien

In Monaco werden die Gruppen der Champions League ausgelost. Bayern München, Borussia Dortmund und der RB Leipzig sind dabei. Sie profitieren finanziell vom Aus der Hoffenheimer. Auch ein ukrainisches Team freut sich.

32 Mannschaften, verteilt auf vier Lostöpfe und jede Menge Preisgeld. Hoffentlich sehenswerter Fußball, tolle Tore, jede Menge Spannung und am Ende ein verdienter Sieger. Die Königsklasse des europäischen Vereinsfußballs geht mit der Auslosung der Gruppenphase so richtig los. Wir beantworten vorab die wichtigsten Fragen:

Wie wurden die Lostöpfe bestückt?
In Lostopf 1 befinden sich der Titelverteidiger sowie die Meister jener Nationen, die in der Fünfjahreswertung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auf den Rängen 1 bis 7 liegen. Maßgeblich für Topf 1 ist die Nationen-Wertung, im Gegensatz zu den Töpfen 2 bis 4: In die Lostöpfe 2 bis 4 werden die Mannschaften gemäß ihrem Klub-Koeffizienten eingeteilt. Da Titelverteidiger Real Madrid in der abgelaufenen Saison auch spanischer Meister wurde, rückt Schachtjor Donezk nach. Fest qualifiziert aus der Bundesliga sind der FC Bayern, RB Leipzig und Borussia Dortmund. 1899 Hoffenheim scheiterte in den Play-offs.

In welchen Lostöpfen befinden sich die deutschen Mannschaften?
Der FC Bayern ist als deutscher Meister in Lostopf 1. RB Leipzig aufgrund bislang fehlender Europapokal-Erfahrung und dementsprechend schwachem Klub-Koeffizienten in Lostopf 4. Borussia Dortmund ist im zweiten Lostopf.

Wie wird gelost?
Die Mannschaften in Lostopf 1 sind automatisch als Gruppenkopf gesetzt. Gruppenspiele zwischen Mannschaften aus demselben Nationalverband sind ausgeschlossen. Das bedeutet zum Beispiel: Die Bayern können nicht gegen Leipzig oder Dortmund spielen. Die drei spanischen Klubs in Lostopf 2 müssen in Gruppen geschoben werden, in denen nicht Real Madrid spielt.

Welcher deutsche Klub bekommt die schwerste Gruppe?
Wahrscheinlich trifft es RB Leipzig. Möglich ist für die "Roten Bullen" beispielsweise eine Gruppe mit Real Madrid, Paris St. Germain und Tottenham Hotspur.

Wie viel gibt es zu verdienen?
Alle 32 Teams erhalten eine Startprämie von jeweils 12,7 Millionen Euro. Für einen Sieg in der Gruppenphase gibt es weitere 1,5 Millionen Euro, ein Unentschieden ist 500.000 Euro wert. Für das Erreichen des Achtelfinales gibt es weitere 6 Millionen Euro, für das Erreichen des Viertelfinales zusätzlich 6,5 Millionen Euro, für das Erreichen des Halbfinales noch einmal 7,5 Millionen extra. Im Finale gibt es für den Unterlegenen 11 Millionen Euro, an den Sieger werden 15,5 Millionen Euro ausgeschüttet.

Was ist der "Marktpool"?
Der Marktpool ist eine Geldsumme von insgesamt 507 Millionen Euro, die gemäß dem jeweiligen "Wert" des Fernsehmarktes an die Nationalverbände der Champions-League-Teilnehmer ausgeschüttet werden. Der Deutsche Fußballbund (DFB) verteilt das Geld dann an seine drei Starter weiter.

Champions League - Playoffs - Liverpool vs. TSG 1899 Hoffenheim (Reuters/P. Noble)

Hoffenheims Scheitern "belohnt" die drei deutschen Starter

Durch das Scheitern von 1899 Hoffenheim in den Playoffs gegen den FC Liverpool erhalten München, Dortmund und Leipzig nun höhere Einnahmen. Die exakten Zahlungen hängen von fünf Faktoren ab, darunter auch die Ergebnisse der Vereine bei vorherigen Champions-League-Teilnahmen. Der FC Bayern bekommt als Meister den höchsten Anteil. Im Vorjahr erhielten die Münchener auf diesem Wege rund 23,7 Millionen, Borussia Dortmund 20,2, Bayer Leverkusen 14,8 und Borussia Mönchengladbach 9,4. Im kommenden Jahr werden die Marktpool-Einnahmen dann auf jeden Fall wieder auf vier Vereine aufgeteilt. Nach einer dann greifenden  Champions-League-Reform muss der Tabellenvierte der Bundesliga künftig nämlich nicht mehr in die Playoffs, sondern ist direkt für die Gruppenphase qualifiziert.

Die Lostöpfe im Überlick:
Topf 1:
Real Madrid (Spanien), Bayern München (Deutschland), FC Chelsea (England), Juventus Turin (Italien), Benfica Lissabon (Portugal), AS Monaco (Frankreich), Spartak Moskau (Russland), Schachtjor Donezk (Ukraine)

Topf 2: FC Barcelona, Atlético Madrid, FC Sevilla (alle Spanien), Manchester City, Manchester United (beide England), Borussia Dortmund (Deutschland), Paris St. Germain (Frankreich), FC Porto (Portugal)

Topf 3: Tottenham Hotspur, FC Liverpool (beide England), SSC Neapel, AS Rom (beide Italien), FC Basel (Schweiz), Olympiakos Piräus (Griechenland), RSC Anderlecht (Belgien), Besiktas Istanbul (Türkei)

Topf 4: RB Leipzig (Deutschland), Celtic Glasgow (Schottland), ZSKA Moskau (Russland), Sporting Lissabon (Portugal), APOEL Nikosia (Zypern), Feyenoord Rotterdam (Niederlande), NK Maribor (Slowenien), Qarabag Agdam (Aserbaidschan)

asz/ck (sid, dpa)

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