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Aktuell Amerika

Chávez leidet an schwerer Atemnot

Wie schlimm steht es um Venezuelas Staatschef Hugo Chávez nach seiner vierten Krebsoperation? Lungenentzündung, Atemnot. Gerüchte sehen ihn dem Tod nahe. Dabei soll der 58-Jährige in Kürze seine dritte Amtszeit antreten.

Nach Regierungsangaben leidet Chávez an Atemnot infolge einer schweren Lungenentzündung, die er sich nach seiner vierten Krebs-Operation zugezogen hat. Die neuesten Komplikationen bedürften "strengster medizinischer Behandlung", hieß es in der Erklärung. Weitere Details wurden nicht genannt.

Totgesagte leben länger

Laut Gerüchten ist der 58-jährige Staatschef dem Tode nahe. Seit über drei Wochen hat sich Chávez, der streng abgeschirmt in einem Krankenhaus in der kubanischen Hauptstadt Havanna behandelt wird, nicht mehr öffentlich blicken und auch nichts von sich hören lassen.

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Chávez an Lungenentzündung erkrankt

Mit Blick auf die Berichterstattung über Chávez' Krankheitsverlauf warf Venezuelas Kommunikationsminister Ernesto Villegas der Opposition und ausländischen Medien "psychologische Kriegsführung" vor, um die Errungenschaften von Chávez' sozialistischer Revolution zu untergraben.

Amtseid am Krankenbett?

Derzeit ist unklar, ob Chávez, der im Oktober wiedergewählt wurde, wie geplant nächste Woche für seine dritte sechsjährige Amtzeit vereidigt werden kann. Laut Verfassung muss er am 10. Januar den Amtseid leisten, sonst stehen Neuwahlen innerhalb von 30 Tagen an. Als Kandidat für die regierenden Sozialisten würde voraussichtlich sein derzeitiger Stellvertreter Nicolas Maduro antreten.

Stellvertreter dementiert Machtkampf

Maduro hielt sich in den vergangenen Tagen in Kuba auf, um sich ein Bild von Chávez' Gesundheitszustand zu machen.

Zu Gerüchten über einen Machtkampf zwischen ihm und Parlamentspräsident Diosdado Cabello sagte Maduro, sie seien "einiger als je zuvor". Die Opposition werde "2000 Jahre" darauf warten müssen, dass die Erben Chávez sich zerstritten, fügte Cabello hinzu.

Der Linksnationalist Chávez steht seit 1999 an der Spitze des ölreichen südamerikanischen Landes. Am 11. Dezember wurde er zum vierten Mal in Kuba wegen seiner Krebserkrankung operiert.

Vor seiner Abreise nach Havanna hatte sich Chávez für den 50-jährigen Maduro als seinen möglichen Nachfolger ausgesprochen. Zudem übertrug er ihm in einem Dekret einen Teil seiner Befugnisse. Laut dem Dekret erhielt der Vizepräsident unter anderem Mitspracherechte beim Staatshaushalt sowie bei Devisenkäufen und Enteignungen. Mit der Übertragung dieser Aufgaben soll nach offiziellen Angaben die "Arbeitsbelastung" von Chávez reduziert werden.

qu/re (afp, rtr, dpae)

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