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Aktuell Amerika

Chávez lässt siegen

Während der venezolanische Staatschef ans Krankenbett in Kuba gefesselt ist, bauen seine Sozialisten ihre Mehrheit bei den Gouverneurswahlen aus. Chávez-Gegenspieler Capriles konnte aber den Bundesstaat Miranda halten.

Bei den Gouverneurswahlen in Venezuela haben die Sozialisten von Präsident Hugo Chávez einen klaren Sieg errungen. Wie die nationale Wahlkommission mitteilte, stellt die Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) künftig in 20 der 23 Staaten den Regierungschef, darunter im bevölkerungsreichsten Staat Zulia mit seinen großen Ölvorkommen. Bislang regierte die PSUV in 15 Bundesstaaten.

Dagegen verlor die konservative Opposition in fünf der ursprünglich acht von ihr kontrollierten Bundesstaaten. In Miranda setzte sich Oppositionsführer Henrique Capriles mit 50,4 Prozent der Stimmen gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Elias Jaua durch. Der 40-jährige Capriles hatte bei den venezolanischen Präsidentschaftswahlen Anfang Oktober eine gute Figur gemacht und mit 44,8 Prozent das bislang beste Ergebnis eines Chávez-Herausforderers erzielt. Mit dem erneuten Sieg bei den Regionalwahlen festigte er nun seine Stellung als Oppositionsführer.

Miranda's Gov. Henrique Capriles waves to supporters after casting his ballot at a polling station in Caracas, Venezuela, Sunday, Dec. 16, 2012. Venezuelans are choosing governors and state lawmakers in elections that have become a key test of whether President Hugo Chavez's movement can endure if the socialist leader leaves the political stage. (AP Photo/Fernando Llano)

Chávez' konservativer Kontrahent Capriles konnte seine Stellung als Oppositionsführer stärken

Wahl geprägt durch Krankheit von Chávez

Aus den Bundesstaaten Bolivar und Amazonas liegen noch keine Ergebnisse vor. Am Sonntag waren 17,4 Millionen Venezolaner aufgerufen, neue Gouverneure in den 23 Bundesstaaten zu bestimmen. Die Wahl wurde stark geprägt von der Krankheit des Staatschefs, der am vergangenen Dienstag in Kubas Hauptstadt Havanna sechs Stunden lang operiert worden war. Es war seine vierte Krebs-OP innerhalb von anderthalb Jahren.

Durch den Eingriff ist fraglich, ob der im Oktober wiedergewählte Chávez am 10. Januar 2013 sein neues Mandat antreten kann. Sollte der heute 58-Jährige permanent an der Amtsausübung gehindert sein, sind Neuwahlen nötig.

sti/hp (afp, dpa)