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Aktuell Kultur

Cervantes-Preis für Elena Poniatowska

Die 81-jährige Mexikanerin erhält die wichtigste Literaturauszeichnung der spanischsprachigen Welt laut Jury für ihren "brillianten literarischen Werdegang". Der Preis ist mit 125.000 Euro dotiert.

Die Schriftstellerin und Journalistin Elena Poniatowska ist erst die vierte Frau, die mit dem 1976 geschaffenen Cervantes-Preis ausgezeichnet wird. Verliehen wird er jedes Jahr am Todestag von Miguel de Cervantes, dem Autor von "Don Quijote".

1932 in Paris als Tochter eines polnischen Adeligen und einer Mexikanerin geboren, floh Elena Poniatowska mit ihren Eltern vor den Nationalsozialisten nach Mexiko. Anfang der 1950er Jahre schlug sie eine journalistische Laufbahn ein und interessierte sich besonders für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen. 1954 erschien ihr erster Roman "Lilus Kikus", in dem sie die Welt aus der Perspektive eines kleinen Mädchens beschrieb. Landesweit bekannt wurde sie mit dem 1970 erschienenen Bericht "Die Nacht von Tlatelolco". Darin thematisierte sie ein Massaker, das Sicherheitskräfte zwei Jahre zuvor an demonstrierenden Studenten verübt hatten und das bis dahin offiziell totgeschwiegen worden war.

Bis heute schreibt Poniatowska für spanische und lateinamerikanische Zeitungen. In deutscher Sprache erschien von ihr zuletzt der Roman "Frau des Windes" über die mexikanische Malerin Leonora Carrington.

kd/pg (epd/dpa)