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Wissen & Umwelt

CERN-Teilchenbeschleuniger wieder gestartet

Er ist ein Vorzeigeobjekt der Wissenschaft: der weltgrößte Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf. Nach Pannen beim Start wurde die Anlage wieder hochgefahren. Nach 14 Monaten Reparatur.

Die Anlage in Genf (Foto: AP)

Der Teilchenbeschleuniger LHC

In der Nacht zum Samstag (21.11.2009) seien erstmals wieder Protonenstrahlen in den 27 Kilometer langen Tunnel geschickt worden, teilte ein CERN-Sprecher mit. Mit dem Teilchenbeschleuniger an der deutsch-französischen Grenze sollen wissenschaftliche Rätsel zur Entstehung des Universums und zur Struktur der Materie gelöst werden.

Nach dem Start nur 36 Stunden in Betrieb

Die Anlage trägt die Bezeichnung Large Hadron Collider, kurz LHC. Unter großem Interesse der Weltöffentlichkeit war sie im vergangenen Jahr erstmals gestartet worden. Die Freude der Wissenschaftler währte aber nur kurz. Bereits 36 Stunden nach der Inbetriebnahme musste der Teilchenbeschleuniger wieder abgeschaltet werden.

CERN-Teilchenbeschleuniger (Foto: dpa)

Große Hoffnungen, viele Pannen: die Anlage an der französisch-schweizerischen Grenze

Auslöser waren Probleme an einem der Transformatoren. 53 der insgesamt 9300 Magneten der Anlage wurden beschädigt. 14 Monate lang dauerten die Reparaturen. Zuletzt hatte sogar Anfang November ein Brotstückchen, das ein Vogel in einer Außenanlage verloren hatte, für Irritationen der Instrumente und Ingenieure gesorgt.

Forscher waren schon zu Hause

Nun aber scheint alles glatt zu laufen – mit kleinen Ausnahmen. Der erste Protonenstrahl floss neun Stunden früher als erwartet. "Wir mussten einige Wissenschaftler zurückrufen, sie waren schon nach Hause gegangen“, sagte der CERN-Sprecher. Im Kommenden Jahr sollen nun die ersten umfangreichen Experimenten durchgezogen werden. Wenn dann nicht wieder ein Brotkrümel den Betrieb stört.

Autor: Marko Langer

Redaktion: Stephan Stickelmann

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