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Bundestagswahl

Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt sind Spitzenkandidaten der Grünen

Die grüne Basis hat Parteichef Cem Özdemir zum Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl gewählt. Katrin Göring-Eckardt, die weibliche Hälfte des Spitzenduos, hatte keine Gegenkandidatin.

Die Grünen - Cem Özdemir & Katrin Göring-Eckhardt (picture-alliance/Sven Simon)

Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt

Am Ende war es Parteichef Cem Özdemir, der sich in der Urwahl gegen seine zwei männlichen Mitbewerber durchgesetzt hat. Während Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, als einzige Frau unter den Bewerbern gesetzt war, blieb das Rennen bei den Männern bis zuletzt spannend. Hier wetteiferten drei prominente Grüne um den Posten des Spitzenkandidaten. Neben Parteichef Cem Özdemir waren das der Parteilinke Anton Hofreiter, Fraktionschef im Bundestag, und Robert Habeck, Umweltminister und stellvertretender Ministerpräsident in Schleswig-Holstein. 

Ein knappes Ergebnis

Cem Özdemir landete mit 35,96 Prozent der Stimmen extrem knapp vor Robert Habeck, der nur 75 Stimmen weniger holte. Habeck war als Außenseiter angetreten, hatte sich im Verlauf der Urwahl aber viele Sympathien erworben. Der Parteilinke Anton Hofreiter bekam gut 26 Prozent. Göring-Eckardt wurde mit gut 70 Prozent der Stimmen von der Basis klar bestätigt.

Der Grüne Robert Habeck, Umweltminister in Schleswig-Holstein, führt ein Telefongespräch. (picture-alliance/dpa/K. Nietfeld)

Nur knapp unterlegen: Robert Habeck, Umweltminister in Schleswig-Holstein

Signal für Schwarz-Grün

Özdemir, der eloquente Schwabe mit den türkischen Wurzeln, gehört, genau wie Göring-Eckardt, dem realpolitischen Flügel der Partei an. Mit seinen Äußerungen zur Integrationspolitik und mit seiner Kritik am türkischen Präsidenten Erdogan war der Parteivorsitzende in den vergangenen Monaten auch bundespolitisch sehr präsent. Für die "Realos" ist eine schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl eine Option. Der linke Parteiflügel, der nun im Spitzenduo nicht vertreten ist, sieht ein solches Bündnis deutlich kritischer.  

Bei den Grünen entscheidet die Basis

Unter der Überschrift "Basis ist Boss" konnten die Mitglieder der Grünen - insgesamt gut 60.000 - die Spitzenkandidaten wählen. Nach Angaben von Bundesgeschäftsführer Michael Kellner lag die Wahlbeteiligung bei knapp 60 Prozent. Die vier Bewerber hatten in den letzten Monaten bei sogenannten "Urwahlforen" im ganzen Land um die Gunst der Basis geworben. Das Ziel des frisch gekürten Spitzenduos: Ein zweistelliges Ergebnis für die Grünen bei der Bundestagswahl im September.

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