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Wirtschaft

CeBIT will zurück zu alter Stärke

Nach einigen mageren Jahren soll die CeBIT wieder zur alten Stärke zurückkehren. Kurz vor dem Start der weltgrößten Computermesse herrscht Zuversicht in Hannover. Die Ausstellerzahlen steigen wieder.

Blick auf den IBM-Stand auf der CeBIT 2010 (Fotoi Messe AG, Hannover)

Die Messe-Macher hoffen auf steigende Besucherzahlen

Hartwig von Saß, Unternehmenssprecher der Messe AG, Hannover (Foto: Messe AG, Hannover)

Unternehmenssprecher von Saß: "Stärke der CeBIT ist die Vielfalt"

Natürlich ist die CeBIT noch immer die größte und wichtigste Computermesse der Welt. Doch inzwischen gibt es für fast jedes Segment der Informationstechnologie eine eigene Messe: Die Mobilfunker treffen sich in Barcelona, Unterhaltungselektronik wird auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas und auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt, und die Welt der digitalen Fotografie kann man auf der Photokina in Köln bewundern.

Mit anderen Worten: Die CeBIT wird von allen Seiten angeknabbert - was aber Messe-Sprecher Hartwig von Saß nicht im Geringsten stört. Denn nach seinen Worten spielt die CeBIT "in einer völlig eigenen Klasse. Sie zieht ihre Stärke aus ihrer Vielfalt". Die CeBIT sei die einzige Veranstaltung weltweit, bei der die gesamte digitale Wertschöpfungskette abgebildet werde. Es gehe in Hannover nicht nur um Handys oder Tablet-PCs oder andere Trends in der Hardwarebranche, "sondern es geht um das Gesamtbild".

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan eröffnen am Montagabend (28.02.2011) die Messe, die bis zum 05. März laufen wird.

Aussteller kehren zurück

Das Convention Center auf dem Messegelände (Foto: Messe AG, Hannover)

Die CeBIT bietet ein Kongress-Programm mit hunderten von Firmenvorträgen

Die Zahl der Aussteller hat um rund 50 auf 4.200 zugelegt, darunter sind auch einige großen Namen, die der Messe zuvor den Rücken gekehrt hatten - etwa Druckerhersteller wie Brother, Epson oder Xerox. "Wir verbinden auf der CeBIT viele Faktoren, die andere Veranstaltungen so nicht bieten können", sagt Hartwig von Saß. "Wir haben ein umfangreiches und international hoch renommiertes Kongressprogramm. Im Bereich CeBIT lab präsentieren sich internationale Forschungseinrichtungen und Universitäten - das ist die größte Forschungsplattform der Welt." Hier würden Innovationen geboren durch die Konvergenz der einzelnen IT-Sparten, die natürlich auch ihre eigenen Spezialmessen hätten, doch die CeBIT biete Vielfalt - "und das ist ihre Stärke", ist von Saß überzeugt.

Mit vier Themenschwerpunkten wird sich die CeBIT präsentieren: CeBIT lab, wo sich die Forschungseinrichtungen austauschen, CeBIT pro - dort informieren sich die IT-Entscheider der Industriekunden, CeBit gov, was für Government, also die Informationstechnologie in der öffentlichen Verwaltung steht, und CeBIT live, womit auch wieder die Konsumenten angesprochen werden sollen, nachdem in den vergangenen Jahren mehr Wert auf Fachbesucher gelegt worden ist. "Die CeBIT live haben wir in enger Abstimmung mit großen Ausstellern entwickelt, weil sich die Rolle des Konsumenten in den vergangenen Jahren erheblich verändert hat. Der Konsument wird zum Content-Lieferanten, zum Entwickler und zum Techologietreiber", so von Saß. Auf der CeBit live arbeiten die Messe-Macher zum Beispiel mit der Deutschen Sporthilfe zusammen. Dort sollen auf einer großen Fläche konkrete Anwendungen vorgestellt werden, die zeigen sollen, wie Informationstechnologie den Spaß und die Effizienz von Sport steigern kann.

Partnerland Türkei

Ernst Raue, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG (Foto: Messe AG, Hannover)

Messe-Chef Ernst Raue stellt die vier Messe-Plattformen vor

Partnerland mit rund 90 Ausstellern auf der diesjährigen CeBIT ist die Türkei - ein Land, das in Sachen Informationstechnologie vermeintlich hinterherhinkt. Doch dieser Eindruck täuscht, sagt Messesprecher Hartwig von Saß: "Die Türkei ist so etwas wie ein Hidden Champion in der internationalen IT-Industrie." Vor etwa fünf, sechs Jahren habe sich die Außenhandelsbilanz der Türkei im Bereich IT gedreht. Lange Jahre sei die Türkei Importland für Hardware und Dienstleistungen, gewesen. "Doch mittlerweile ist die Türkei zum Exportland geworden, so dass sie sich zu einem relevanten Mitspieler im internationalen Gefüge der IT-Branche entwickeln wird." Das werde man hier auf der CeBIT sehen können, verspricht von Saß. "Und natürlich ist auch für viele internationale Unternehmen die Türkei ein sehr sehr interessanter Markt für Investitionen und mit guten Wachstumspotentialen."

Autor: Rolf Wenkel

Redaktion: Insa Wrede

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