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Wirtschaft

CeBIT strahlt Optimismus aus

Nach drei Jahren Krise kommt die deutsche IT-Branche zum Start der Computermesse CeBIT wieder in Fahrt. Dass sie dem weltweiten Wachstum trotzdem noch hinterherhinkt, störte bei der Eröffnung der Messe nicht.

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Die Messe will den Aufwind spüren

Gerhard Schröder auf der CeBIT

Christian Wulff, Ministerpraesident von Niedersachsen, links, Bundeskanzler Gerhard Schroeder, Mitte, und Sony Chef Kunitake Ando, rechts, stehen am Mittwoch, 17. Maerz 2004, kurz vor der offiziellen Eroeffnung der weltgroessten Computermesse 'CeBIT 2004' im Congress Centrum von Hannover vor einer Plakatwand. Am Donnerstag, 18. Maerz wird die weltgroesste Messe ihrer Art fuer das Publikum geoeffnet und endet Mittwoch, 24. Maerz 2004. (AP Photo/Christof Stache)

Die CeBIT ist immer noch die mit Abstand größte Computermesse der Welt - trotz abermals gesunkener Ausstellerzahlen. 6.411 Anbieter aus 64 Nationen haben den Weg nach Hannover gefunden - und sie machen unverdrossen in Optimismus. Die dürren Jahre seien vorbei, meint zum Beispiel der Präsident des deutschen Branchenverbandes BITKOM, Willi Berchtold, jetzt kämen wieder Jahre des Wachstums.

Damit das nicht wieder schief geht, werden die alten Formeln und Schlagworte wieder belebt: Medienkonvergenz zum Beispiel ist wieder mal das Thema, der Personalcomputer soll als Multimedia-Zentrale Einzug ins Wohnzimmer halten, die fürs Büro gedachte Informationstechnologie (IT) soll mal wieder mit der Unterhaltungselektronik verschmelzen. Analoge Geräte sterben aus, alles wird digital, ob Radio, Fernsehen, Video oder die Fotografie.

Verbraucher im Blickfeld

Neben den Unternehmenskunden rücken also auch wieder die Verbraucher ins Blickfeld der Messemacher in Hannover - bestes Beispiel dafür war die Eröffnungsveranstaltung am Mittwochabend (17. 3.) in der Stadthalle von Hannover. Neben den üblichen Verdächtigen aus Politik und Verbänden - Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, der schon erwähnte BITKOM-Chef Berchtold und Bundeskanzler Gerhard Schröder - sprach Kunitake Ando zum erlauchten Publikum. Angesagt wurde er von einem Roboter mit den Worten: "Mr. Ando - it's Showtime!"

Ando San ist nicht etwa der Chef eines großen IT-Unternehmens, sondern Präsident des japanischen Unterhaltungselektronikkonzerns Sony, der froh ist, hier wieder seine Spielekonsole "Playstation" zeigen zu dürfen - etwas, worüber man in Hannover vor zwei, drei Jahren noch die Nase gerümpft hätte.

"Es ist nicht zu früh, die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland in den Blick zu nehmen", so Ando, "Industrie und Regierungschefs sollten dieses globale Ereignis zum Anlass nehmen, um die Breitband-Konvergenz zu beschleunigen."

Wachstumspotenziale

Ando sieht ungeheure Wachstumspotenziale für die neuen Audio-, Video- und Mobilfunkprodukte - und er setzt dabei auf die Sportbegeisterung der Europäer. Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland zum Beispiel sollen die Europäer möglichst alle schon im hoch-auflösenden Digitalfernsehen namens HDTV verfolgen - natürlich mit Bildschirmen und Technik von Sony.

Bundeskanzler Schröder schließlich nahm den Faden des wieder erstarkten Konjunktur-Optimismus dankbar auf. Seine Regierung habe es sich zur Aufgabe gemacht, Deutschland verstärkt auf den Weg in die Informationsgesellschaft zu führen. Schröder: "Deutschland hat sich nach einem aktuellen Bericht des World Economic Forum zur Informationstechnologie von Platz 17 im Jahr 2002 auf Platz zehn im vergangenen Jahr verbessert - das kann noch besser werden - denn es sind ja noch Plätze vor uns."

In Kürze wolle die Bundesregierung eine Initiative beschließen, die einen einheitlichen Standard für die digitale Unterschrift regelt. Ziel sei es, bis Ende nächsten Jahres die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Rechts- und Geschäftsverkehr flächendeckend mit der digitalen Unterschrift abgewickelt werden können.

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