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Kultur

CD-Tipp: "Puccini, der Organist"

Der niederländische Organist Liuwe Tamminga hat Opernmelodien für Orgel arrangiert und sie auf der Orgel in Lucca, dem Geburtsort von Giacomo Puccini, auf CD eingespielt.

Giacomo Puccini Foto: AP

Giacomo Puccini

Große Opern-Aufnahmen, ja komplette Opern-Editionen sind zum 150. Geburtstag von Giacomo Puccini im vergangenen Dezember herausgekommen. Ganz zu schweigen von Recitals, Einzelveröffentlichungen, Filmen und Büchern über Puccini und seine Opern. Gewichtiges Repertoire wurde wiederveröffentlicht - aber das kleine Label Passacaille hat mit seiner CD "Puccini, der Organist" den originellsten Titel herausgebracht.

Szene aus Giacomo Puccinis Oper 'La Boheme' auf der Bregenzer Seebühne Foto: AP

Szene aus Giacomo Puccinis Oper 'La Boheme' auf der Bregenzer Seebühne

" La Bohème" einmal anders

Die hitverdächtigen Opernmelodien von Puccini vermitteln sich auch in den Orgelbearbeitungen. Liuwe Tamminga aus den Niederlanden hat für seine neueste CD aber nicht nur die populären Highlichts arrangiert, sondern auch originale Orgelkompositionen von Puccini ausgegraben. Denn der war, was weit weniger bekannt ist, in jungen Jahren als Organist in seiner Heimatstadt Lucca tätig - um den Familienunterhalt zu sichern, nachdem sein Vater gestorben war. Und dabei sind auch "richtige" Orgelstücke entstanden.

Bühnenbild: Tosca Foto: AP, Eddy Risch

Bühnenbild: Tosca

Gewagt und eindrucksvoll

Viel spannender als die originalen Orgelwerke sind die Bearbeitungen, die Tamminga jetzt vorgestellt hat: das Te Deum aus "Tosca", eine 24-minütige "Madame Butterfly" als Orgel-Potpourri oder eine Arie aus "Gianni Schicchi". Und ganz im Sinne der Puccini-Zeit: alles Mögliche wie Konzertstücke, Märsche, Streichquartette.

Kunst-Blitze Foto DPA, Jan-Peter Kasper

Kunst-Blitze

" Scossa Elettrica"

Die neue CD des Labels Passacaille bietet aber keineswegs nur "Belcantisches", sondern auch Stücke, die unter Strom stehen - wie der "elektrische Schlag" - "Scossa Elettrica". Das ist ein Orchester-Marsch, der zum 100. Jahrestag der Entwicklung der elektrischen Batterie ihrem Erfinder Alessandro Volta gewidmet ist. Das Stück endet in diesem Orgel-Arrangement mit einem akustischen Kurzschluss, nachdem es vorher schon gewaltig summte und knisterte. Eine der originellsten Ideen von Liuwe Tamminga.

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