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Filme

Catherine Deneuve kritisiert #MeToo

Catherine Deneuve und zahlreiche weitere Frauen stören sich an der #MeToo-Debatte. In einem offenen Brief sprechen sie von einer "Hexenjagd" und einer Form von Feminismus, in der sie sich nicht wiedererkennen würden.

Rund 100 prominente Frauen haben in der französischen Tageszeitung "Le Monde" die Social-Media-Kampagne #MeToo kritisiert. "Vergewaltigung ist ein Verbrechen, aber zu versuchen, jemanden zu verführen, selbst hartnäckig, ist es nicht", heißt es in dem offenen Brief, der unter anderen von der Schauspielerin Catherine Deneuve (Foto oben) und der Autorin Catherine Millet unterzeichnet wurde.

Verhalte sich ein Mann wie ein Gentleman, sei das nicht gleichzusetzen mit einer Macho-Attacke. "Männer wurden kurzerhand bestraft oder aus ihren Jobs gedrängt, wenn sie nur jemandes Knie berührten oder versuchten, einen Kuss zu stehlen." Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Briefes meinen, "ein legitimer Protest gegen die sexuelle Gewalt, der Frauen vor allem im Berufsleben ausgesetzt sind", sei zu einer "Hexenjagd" geworden, die Hass auf Männer schüre. Die unterzeichnenden Frauen würden sich in dieser Form von Feminismus nicht wiedererkennen.

Frankreich Proteste gegen Sexuelle Belästigung (Imago/Le Pictorium)

Eine #MeToo-Versammlung in Paris im Oktober 2017: "Schande über Catherine Deneuve" steht auf einem der Schilder.

Auf Twitter halten sich die Reaktionen in Grenzen: Während einzelne Userinnen von "Verrat" schreiben, setzen sich andere sachlicher mit den Aussagen auseinander.

Deneuve hatte bereits zuvor #MeToo und den französischen Ableger #BalanceTonPorc (dt. Benenne dein Schwein) kritisiert. Im März vergangenen Jahres sorgte sie zudem für Aufsehen, als sie dem Regisseur Roman Polanski ihre Unterstützung aussprach, obwohl sich dieser in den USA noch immer wegen der Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens im Jahr 1977 verantworten muss. Die Schauspielerin hatte in einem Fernsehinterview gesagt, unter den gegebenen Umständen würde sie das Wort "Vergewaltigung" übertrieben finden.

jt/tla/rey (AFP, EFE)

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