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Amerika

Castro will mit Obama "über alles reden"

Obamas Charme-Offensive fruchtet auch in Kuba: Staatschef Raul Castro hat sich zu Gesprächen mit den USA über alle politischen Streitfragen bereit erklärt – auch über Pressefreiheit und politische Gefangene.

Kubas Präsident Raul Castro 2008 (Foto: AP)

Raul Castro auf Versöhnungskurs

"Wir haben der US-Regierung privat und öffentlich unseren Willen zu Gesprächen über alle Themen erklärt", sagte Raul Castro am Donnerstag (16.4.2009) im venezolanischen Cumana und ergänzte: "Menschenrechte, Pressefreiheit, politische Gefangene - alles, alles, alles worüber sie reden wollen." Bedingung sei jedoch, dass die Gespräche auf Augenhöhe stattfänden, ohne Beeinträchtigung der kubanischen Souveränität, sagte Castro.

"Kuba muss sich öffnen"

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte das kommunistisch regierte Kuba zuvor aufgefordert, sich für eine demokratische Entwicklung zu öffnen und politische Häftlinge freizulassen. Zudem müsse Kuba "ausländische Meinungen und Medien" erlauben, forderte Clinton am Donnerstag während eines Aufenthalts in Haiti. Die USA seien zudem bereit, weitere Schritte auf Kuba zuzugehen. US-Präsident Obama hatte eine Lockerung für Kuba-Reisen und Geldtransfers angeordnet. Washington hat Kuba seit 1962 mit einem Wirtschaftsembargo belegt.

Auf Kuba sind derzeit etwa 200 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert; die Meinungs- und die Reisefreiheit in dem kommunistisch regierten Staat sind eingeschränkt. Raul Castro hatte 2008 die Amtsgeschäfte von seinem Bruder Fidel übernommen. Er hat seitdem die Wirtschaft des Karibikstaats vorsichtig geöffnet.

Ende des Embargos gefordert

Die Wirtschafts- und Handelsbeschränkungen gegen Kuba sind am Freitag auch ein wichtiges Thema auf dem fünften Gipfel der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) im Karibikstaat Trinidad und Tobago. Zu dem dreitägigen Treffen sind alle Staaten des Kontinents mit Ausnahme Kubas eingeladen. Viele der 34 teilnehmenden Länder fordern von den USA ein Ende der Sanktionen. Weitere Themen des Gipfels sind die wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise und Sicherheitsfragen. Der vorherige "Gipfel der Amerikas" 2005 in Argentinien wurde von scharfem Streit zwischen den USA und linksgerichteten Regierungen überschattet. (mag/wa/dpa/afp/rtr)

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