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Musik

Cascada: "Wir werden sehen, wie es klappt!"

Natalie Horler, die Frontfrau vom deutschen Dance-Trio "Cascada“ sprach im Interview mit der DW über ihre Vorbereitungen auf den Eurovision Song Contest am 18. Mai im schwedischen Malmö.

Die Sängerin der Gruppe Cascada, Natalie Horler, posiert am 14.02.2013 nach dem Sieg für den deutschen Vorentscheid Eurovision Song Contest 2013 - Unser Song für Malmö in Hannover (Niedersachsen) für die Natalie Horler posiert vor einer Deutschland-Fahne (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Eurovision Song Contest

DW: Natalie, du bist nicht nur in Deutschland berühmt, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern. Warum dann die Entscheidung an dem Europäischen Song Contest teilzunehmen?

Natalie Horler: Die Entscheidung war, beim nationalen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest mitzumachen. Und wir haben es geschafft. Wir haben uns das Ding glatt verdient. Und das ist für mich eine ganz große Ehre, hier mitmachen zu dürfen. Das ist schon ein Wahnsinnsdruck, für ein ganzes Land anzutreten. Aber das ist ja auch was ganz Besonderes.

Deutsche Medien haben ein wenig Zeit gebraucht, um Sympathie für dich zu entwickeln. Anfangs gab es auch Plagiatsvorwürfe, was das Lied "Glorious" betrifft. Hat es dich gekränkt?

Ja, klar. Alles Negative kränkt, glaube ich, jeden. Ich bin ja auch nur aus Fleisch und Blut. Aber da muss man natürlich durch. Das ist ein sehr oberflächiger Job, da gehört viel dazu. Die Leute kennen einen persönlich gar nicht. Das ist zwar keine Entschuldigung, aber es erklärt das zumindest. Und ich freue mich im Moment, dass die Leute uns jetzt so herzlich willkommen heißen.

Natalie Horler ist "Cascada", aber "Cascada" ist nicht nur Natalie Horler?

Genau, das sind Yanou und Manian. Aber sie sind ein bisschen medienscheu.

Und sie sind beim Song Contest in Malmö nicht mit dir zusammen auf der Bühne. Warum nicht?

Weil sie generell auch nicht mit mir auf der Bühne stehen. Wir werden das schon typisch "Cascada" machen. In diesem Fall kommen aber an dieser Stelle Show-Tänzer und meine Gesangsmädels und machen Backings.

Natalie Horler im Gespräch mit Andreas Brenner (Foto: Andreas Brenner / DW)

Natalie Horler im Gespräch mit dem DW-Reporter


Das ist deine Unterstützung auf der Bühne. Außerhalb der Bühne kommen deine Mutter und deine Schwester noch nach Malmö. Ist es normal, dass sie dich bei deinen Auftritten im Ausland begleiten?

Überhaupt nicht. (Sie lacht laut dabei - Anmerkung der Red.) Ohne Witz. Ich glaube, ich kann an einer Hand abzählen, wie oft sie mich auf der Bühne in neun Jahren gesehen haben. Das liegt nur daran, dass es mein Job ist. Und sie arbeiten und studieren. Aber das hier ist natürlich einfach eine ganz besondere Sache. Und sie lieben es, mich zu unterstützen. Und ich freue mich auch riesig, auch wenn ich sie nicht in dieser Arena sehen werde. Ich weiß, dass sie da sind.

Du kommst aus Bonn, wo auch die Deutsche Welle sitzt. Deswegen weiß ich genau, dass es eine kleine ruhige Stadt am Rhein ist. Ist sie für dich vielleicht langweilig, nachdem du so viele Großstädte und Metropolen gesehen hast?

Nein, auf gar keinen Fall. Ich finde, man braucht einen Rückzugsort. Und wenn man seit Jahren in diesen großen Metropolen rumreist, dann will man natürlich ein ruhiges Fleckchen, wenn man zurückkommt. Und ich fühle mich sehr wohl in Bonn.

Aus Bonn kommt auch die Schneiderin, die für dich das Kleid gemacht hat, in dem du in Malmö auftrittst. Beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest hattest du selbst die Hand beim deinem Kleid angelegt. Warum musstest du das machen?

Mir macht das Spaß. Ich mache das gerne. Ich bastele immer. Die Schuhe hier habe ich auch selber gemacht. Das sind einfach Sachen, die ich gerne mache. Und das lasse ich mir gar nicht nehmen. Im Fall von Malmö wollte ich schon, dass da ein Profi ran geht. Bei über hundert Millionen Zuschauern ist das, glaube ich, wichtig.

Bleibt zu hoffen, dass die Schuhe und das Kleid dir Glück bringen. Der Sieg beim Eurovision Song Contest wäre das maximale Ziel. Was ist dein minimales Ziel für Malmö?

Natalie Horler auf einer Bühne in Schweden (Foto: Andreas Brenner / DW)

Natalie Horler auf der Bühne

Ich versuche, mir weniger Gedanken darüber zu machen. Aber wenn ich ehrlich bin, ich möchte nicht in die tiefsten Ränge. Ich glaube, das will keiner. Aber das liegt nur daran, dass der Auftritt nicht nur mein persönlicher ist. Weil man natürlich nach Deutschland zurückkehren will und sagen will: "Hey, ich habe mein Bestens gegeben. Und das ist cool ausgegangen". Mal gucken. Wir werden sehen, wie es klappt.

Du hast schon die Möglichkeit gehabt, die Beiträge anderer Teilnehmer zu hören…

Einige…

Und wer hat dir am besten gefallen? Wer sind deine Konkurrenten?

Ab jetzt ist Robin aus Schweden einer von meiner Favoriten, weil ich selten so eine tolle Live-Stimme gehört habe wie gerade. (Robin Stjernberg und Natalie Horler sangen akustische Versionen ihrer Lieder beim Empfang der deutschen Botschaft in Malmö - Anmerkung der Red.) Es gibt viele Songs, die wirklich gut sind. Ich stehe auf den norwegischen Entree, ich finde Österreich auch sehr cool.

Abgesehen von den Proben und Presseterminen, die unvermeidlich sind - wie bereitest du dich auf deinen Auftritt am Abend des 18. Mai noch vor?

Ich versuche irgendwann, den Mund zu halten, weil ich heiser werde. Und ich will natürlich so gut singen wie möglich. Sonst gibt es nicht so viel zum Vorbereiten. Die Vorbereitungen liefen die letzten drei Monate. Hier bin ich jetzt für alle da.

Ist dann nach Malmö eine Pause angesagt?

Nein. Nichts. Es geht direkt weiter. Wir sind ausgebucht bis November.

Natalie Horler von Dance-Trio „Cascada“ vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest 2013. Das Finale des größten Musikwettbewerbs der Welt findet im schwedischen Malmö am 18. Mai statt.

Das Gespräch führte Andreas Brenner.