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Fußball

CAS bestätigt Suspendierung Platinis

Der Internationale Sportgerichtshof erklärt die 90-Tage-Sperre von UEFA-Chef Michel Platini durch die FIFA für rechtens. Ein schwerer Rückschlag für den Franzosen, der eigenlich neuer FIFA-Chef werden will.

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne hat die Suspendierung von UEFA-Chef Platini durch die FIFA-Ethikkommission bestätigt, weil sie - so wörtlich - "keinen irreparablen Schaden anrichtet". Damit bleibt der 60 Jahre alte Franzose bis zum 5. Januar von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen. Die provisorische Sperre dürfe allerdings nicht über die 90 Tage hinaus verlängert werden, entschied der CAS: "Eine Ausweitung würde eine unzumutbare und ungerechtfertigte Einschränkung von Michel Platinis Recht darstellen, Gerechtigkeit zu erlangen."

Platini war am Dienstag zur Anhörung in Lausanne erschienen. Er hatte die vorläufige Aufhebung seiner Sperre erwirken wollen, um als Kandidat für die FIFA-Präsidentschaftswahl am 26. Februar zugelassen zu werden. Dann wählt der Weltverband einen Nachfolger für den ebenfalls suspendierten langjährigen FIFA-Chef Joseph Blatter.

Urteil der Ethikkommision vor Weihnachten

In der Sache selbst urteilten die Juristen gar nicht. Ob Platini durch die Annahme der umstrittenen Zwei-Millionen-Franken-Zahlung von Blatter im Jahr 2011 gegen die Ethikregeln des Fußball-Weltverbandes verstoßen oder sich gar der Korruption schuldig gemacht hat, war für den CAS nicht die Fragestellung. Dies wird die rechtssprechende Kammer der FIFA-Ethikkommission um ihren deutschen Chef Hans-Joachim Eckert entscheiden - vermutlich am 21. Dezember. Zuvor steht für Platini am 18. Dezember noch eine Anhörung vor dem Gremium an. Einen Tag vorher wird der ebenfalls suspendierte Blatter vor den Ethikhütern aussagen müssen.

Die Ethikkommission hatte Blatter und Platini am 7. Oktober für 90 Tage gesperrt. Hintergrund ist eine dubiose Zahlung Blatters an Platini. Die beiden Spitzenfunktionäre behaupten, damit seien noch ausstehende Honorare für Platini aus den Jahren 1998 bis 2002 beglichen worden, als der Franzose als FIFA-Berater gearbeitet hatte.

sn/jk (dpa, sid)

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