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Kultur

Carlo-Schmid-Preis für Genscher

Der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher hat Europa und die Atommächte aufgefordert, sich stärker für die nukleare Abrüstung zu engagieren. "Wir müssen die Abrüstung wieder ganz oben auf die internationale Tagesordnung setzen", sagte der FDP-Politiker am Samstag in Mannheim bei der Verleihung des Carlo-Schmid-Preises. Dazu zählte Genscher auch die Ächtung von Streubomben. Von Abrüstung als integraler Bestandteil der NATO- Sicherheitspolitik sei heute kaum mehr etwas zu spüren, kritisierte der 81-Jährige. Genscher nahm den Carlo-Schmid-Preis für seine Verdienste um die Vereinigung Europas entgegen. Er war von 1969 bis 1974 Bundesinnenminister und bis 1992 Außenminister. Der Preis wurde zum zehnten Mal von der Stuttgarter Carlo-Schmid- Stiftung vergeben. Er erinnert an den gleichnamigen SPD-Politiker (1896-1979), einen der Väter des Grundgesetzes und renommierten Staatsrechtler. Zu den Preisträgern gehören der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt sowie der frühere Präsident der EU- Kommission, Jacques Delors.