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Aktuell Europa

Cameron pocht auf EU-Reformen

Der britische Premier Cameron will sich bei einer Tour durch europäische Hauptstädte für tiefgreifende EU-Reformen stark machen. Noch in dieser Woche stehen Reisen nach Madrid, Paris und Berlin auf seinem Programm.

Britischer Premierminister Cameron vor Schriftzug Britain and Europe (Foto: picture alliance/empics)

Symbolbild David Cameron Europa EU

"Ich bin absolut überzeugt davon, dass es notwendig sein wird, die EU-Verträge zu öffnen", sagte David Cameron in einem Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die "Süddeutsche Zeitung" (Montagsausgabe). Die EU sei reif für Reformen. Großbritannien wolle "ein Europa, das aufwacht und diese moderne Welt aus Wettbewerb und Flexibilität erkennt".

"Immens positiv"

Nicht alle EU-Mitglieder müssten dieselbe Politik betreiben, betonte der britische Premierminister. Es gehe nicht "um Rosinenpickerei, sondern um Flexibilität", sagte Cameron, der im Januar mit einer Europa-Rede einen lange erwarteten Diskussions-Prozess über den Verbleib Großbritanniens in der EU gestartet hatte.

"Wir glauben, dass sich die Europäische Union manchmal übernommen hat. Das muss sich ändern", so der Regierungschef im Interview. Zugleich machte Cameron klar, dass er Großbritanniens Platz auch weiterhin in der EU sehe. "Die beste Lösung für unser Land wäre eine Mitgliedschaft in einer reformierten EU." Mit Leidenschaft verteidigte der Premier die britische Rolle in der EU. Sein Land betreibe keine eigenbrötlerische Politik, sondern sei eine "wichtige europäische Macht". Er akzeptiere nicht die Auffassung, dass die Briten "schlechte Europäer" seien. "Wir sind immens positiv für Europa."

Nach Angaben von Downing Street wird Cameron an diesem Montag nach Madrid reisen und dort seinen spanischen Kollegen Mariano Rajoy treffen. Am Montagabend will Cameron in Paris mit Frankreichs Staatschef François Hollande zusammenkommen. Für "Ende der Woche" sei eine Begegnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin geplant.

Zuletzt hatte Cameron immer wieder die Europäische Union kritisiert. Nach seiner möglichen Wiederwahl 2015 will er die Bürger seines Landes - wie er selbst ankündigte - in einer Volksabstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU entscheiden lassen.

wa/gri (rtr, afp, dpa, sz)