Calhanoglu vier Monate gesperrt | Sport | DW | 02.02.2017
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Sport

Calhanoglu vier Monate gesperrt

Schocknachricht für Leverkusens Mittelfeld-Star Hakan Calhanoglu: Der Deutsch-Türke wird vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Vertragsbruchs gesperrt.

Der internationale Sporgerichtshof CAS in Lausanne hat eine viermonatige Sperre von Bundesliga-Profi Hakan Calhanoglu von Bayer Leverkusen bestätigt. Diese hatte zuvor der Fußball-Weltverband FIFA wegen eines Vertragsbruchs ausgesprochen. Das Urteil ist nicht anfechtbar. Damit wird der Mittelfeldspieler die restliche Saison verpassen.

Calhanoglu wurde ein Vertrag zum Verhängnis, den sein Vater für den damals noch Minderjährigen gegen dessen Willen mit dem türkischen Erstligisten Trabzonspor geschlossen hatte. Der 17-Jährige verlängerte jedoch seinen Kontrakt mit seinem Arbeitgeber, dem Zweitligisten Karlsruher SC, und wechselte später zunächst zum Hamburger SV, dann für 14,5 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen. Trazonspor klagte bei der FIFA und bekam Recht. Gegen eine Sperre durch den Weltverband legte Calhanoglu Einspruch ein, der nun vom dem CAS verhandelt wurde. Der Internationale Sportgerichtshof sah es wie die FIFA und bestätigte die Sperre.

"Wir bedauern natürlich diese für uns in keiner Weise nachvollziehbare Entscheidung", sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler: "Sie ist ein schwerer Schlag für Hakan, aber auch für uns. Obwohl Bayer 04 Leverkusen nichts mit den Vorgängen im Jahr 2011 zu tun hat, werden auch wir schwer bestraft. Nun fehlt uns in der entscheidenden Saisonphase ein ganz wichtiger Spieler."  

Auch Geschäftsführer Michael Schade kritisierte das Urteil. "Es trifft neben dem Spieler einen Verein, der an den damaligen Ereignissen absolut unbeteiligt war. Leider bleibt uns nichts anderes übrig, als das Urteil hinzunehmen", sagte Schade.