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Aktuell Amerika

Calderon greift durch

Mexikos Präsident bleibt hart im Kampf gegen die Drogenkartelle. Jetzt hat er die Polizei am Hauptstadtflughafen komplett austauschen lassen. Unter den Versetzten sollen "schwarze Schafe" gewesen sein.

Zwei Monate nach einer Schießerei am Internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt, bei der drei Beamte getötet wurden, sind alle 348 dort eingesetzten Polizisten in andere Teile des Landes versetzt worden. Sie wurden durch Bundespolizisten ersetzt, deren Hintergrund genau geprüft worden sei, teilte Polizeichef Luis Cardenas Palomino mit.

Korruption in den eigenen Reihen

Für die tödlichen Schüsse auf die Sicherheitskräfte sollen drei Kollegen verantwortlich sein. Nach den Worten des Polizeichefs waren sie in den Drogenhandel mit Südamerika verwickelt. Von den mutmaßlichen Tätern, konnte bisher einer festgenommen werden, die anderen sind auf der Flucht.

Cardenas sagte, die korrupten Beamten hätten Kokain geschmuggelt. Die Drogen seien von Passagieren auf den Toiletten versteckt und später von Polizisten aus dem Flughafen geschleust worden. Die getöteten Kollegen sollen dem Treiben auf die Spur gekommen sein.

Ein Kampf ohne Ende

Die beschuldigten Polizisten wehrten sich gegen die Anschuldigungen. Aus ihrem Versteck heraus sagten sie dem mexikanischen Proceso Magazin, sie hätten keinerlei Verbindungen zum Drogenhandel. Die Geschichte sei inszeniert.

Mexikos Präsident Felipe Calderon hat sich den Kampf gegen die Drogenkartelle zum Ziel gesetzt. Seit seinem Amtsantritt 2006 starben 55.000 Menschen im Zusammenhang mit Drogenkonflikten, darunter auch 3000 Polizisten. Ab Dezember will Calderons gewählter Nachfolger Enrique Pena Nieto diese Zahl so schnell wie möglich senken.

lg/hp (dapd, rtr, afp)