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Berlin

Café Kranzler in Berlin wieder eröffnet

Das Kranzler war früher ein richtiges Traditions-Café. Es gehörte zu West-Berlin wie Harald Juhnke und der Ku'damm-Bummel. Zuletzt war das Café geschlossen. Seit Sonntag (4.12.) gibt es wieder Kaffee und Kuchen.

Das Thema Kaffee nimmt der neue Betreiber ernst. Unter der markanten rotweißen Markise am Kurfürstendamm werden "Single Origin Kaffees" an Handfilter-Stationen verkauft. Wer Cappuccino will, wird an die Espressomaschine dirigiert. Die wurde extra in Seattle gefertigt. Kaffee und Kuchen kosten je um die 3 bis 4 Euro. Auf der Terrasse und der Rotunde guckt man auf die gelben Busse im Stadtverkehr, Leuchtreklame, Baustellen: Ku'damm-Panorama.

So könnte das Kranzler wieder Teil des Berliner Party-Smalltalks werden: Ist die Gegend um die Gedächtniskirche urban oder hässlich? Ist der alte Westen nicht mehr ganz so piefig wie früher?

Das alte West-Berlin war bis vor fünf bis zehn Jahren noch verschlafen. Die Touristen waren nach dem Mauerfall lieber im Osten unterwegs, die Hipster in Neukölln oder Kreuzberg. Dann zog die C/O-Fotogalerie an den Bahnhof Zoo. Das Luxuskaufhaus KaDeWe wird gerade umgebaut, nach den Plänen des Stararchitekten Rem Koolhaas. Im Bikini-Haus an der Gedächtniskirche öffnete 2014 ein Einkaufszentrum für Mode und Design. Das sei der Durchbruch für den alten Westen gewesen, sagt Christian Tänzler vom Tourismusverband Visit Berlin.

ak/ks (dpa)