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DFB-Pokal

BVB will über Lotte nach München

Dortmund muss gegen Lotte nachsitzen. Der BVB tritt zum Nachholspiel im DFB-Pokal-Viertelfinale an - und hat insgeheim schon den nächsten Pokalgegner im Hinterkopf. Der Drittligist hofft auf seine Außenseiterchance.

Am Samstag hat Borussia Dortmund im Berliner Olympiastadion gespielt, am 27. Mai würden die Dortmunder gerne wieder dort auflaufen, denn dann findet das Endspiel im DFB-Pokal statt. Zwei Hürden muss der BVB aber zuvor noch überspringen: Zunächst gilt es am Dienstag im Nachholspiel gegen Drittligist Sportfreunde Lotte zu bestehen (18 Uhr MEZ, im DW-Liveticker), danach würde im Halbfinale der FC Bayern warten. Doch an das Duell gegen München will noch keiner denken. Bloß nicht den Außenseiter und sich blamieren, lautet die Devise in Dortmund.

"Auf dem Papier sind sie zwar 3. Liga. Aber sie sind Aufstiegsaspirant und für uns einzuschätzen wie ein Zweitligist", redete BVB-Trainer Thomas Tuchel die Lotter stark. Eigentlich hätte die Partie Ende Februar in Lotte stattfinden sollen. Doch der nur mit viel Phantasie als Rasen zu bezeichnende Platz war unbespielbar. Daher gibt es jetzt zwei Wochen verspätet den zweiten Anlauf - allerdings im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück - rund 20 Kilometer Luftlinie von Lotte entfernt. Der deutlich bessere Untergrund in Osnabrück dürfte den technisch überlegenen BVB-Profis in die Karten spielen.

Der BVB-Plan steht: Über Lotte und München nach Berlin - mal wieder. Die Dortmunder waren bei den vergangenen drei Pokal-Endspielen immer dabei, allerdings verloren sie auch alle drei: zweimal gegen den FC Bayern (2014 und 2016) und einmal gegen den VfL Wolfsburg (2015). Noch nie hat eine Mannschaft viermal in Serie im Finale gestanden.

Volle Lotte gegen den Favoriten

Doch Dortmund sollte gewarnt sein, denn die Sportfreunde sind gut drauf: Am Wochenende gab es einen 2:0-Erfolg gegen Hansa Rostock. Es war der fünfte Sieg aus den vergangenen sechs Partien, alle Erfolge wurden zu null eingefahren. Die Sportfreunde belegen nach 26 Spieltagen den dritten Tabellenplatz - und das als Aufsteiger. Auch im DFB-Pokal hat der Favoritenschreck mit den Erfolgen gegen Werder Bremen, Bayer 04 Leverkusen und 1860 München bereits mehr geleistet, als irgendjemand zuvor erwartet hätte.

Lottes Trainer Ismail Atalan sieht dem Viertelfinale gegen den BVB daher gelassen entgegen. Sein größtes Problem: Da die Spielabsage vor zwei Wochen erst Minuten vor dem geplanten Anpfiff kam, muss er sich einen neuen Weg finden, seine Spieler heiß zu machen - so es denn bei diesem Gegner und der Aussicht auf ein Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern überhaupt eines zusätzlichen Ansporns bedarf. "Wir werden mit der Hoffnung dort hinfahren, das Spiel gewinnen zu können. Und so werden wir auch auftreten", kündigte Atalan an und ergänzte nachvollziehbar. "Wenn es am Ende reicht, sind wir glücklich - wenn nicht, sind wir traurig."

Doch seine Überzeugung lautet: "Auch gegen Borussia Dortmund sind wir nicht chancenlos." Atalan setzt darauf, dass die Dortmunder müde sind. Immerhin bestreitet der BVB gegen Lotte sein viertes Pflichtspiel innerhalb von zehn Tagen.

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