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Champions League

BVB vor Pflichtaufgabe, Bayer gefordert

Bayern-Bezwinger Borussia Dortmund steht schon vor dem vorletzten Spieltag der Gruppenphase im Achtelfinale. Bayer 04 Leverkusen braucht dagegen jeden Punkt und will Wiedergutmachung.

Es hätte so schön sein können - erst der stürmisch gefeierte Heimsieg gegen den FC Bayern München in der Liga, dann der Angriff auf den Gruppensieg in der Champions League gegen Außenseiter Legia Warschau (Anstoß: Dienstag, 20:45 Uhr, ab 20:30 Uhr im DW-Liveticker). Das Hinspiel hatte der Gruppenzweite Borussia Dortmund locker-leicht mit 6:0 für sich entschieden. Doch die nächste Hiobsbotschaft dämpft die BVB-Euphorie gewaltig: Dieses Mal traf es Torwart Roman Bürki, der mit einem Mittelhandbruch gut zwei Monate ausfallen wird. "Wir werden diese Verletztenmisere sehr deutlich und kritisch aufarbeiten", kündigte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke an und redete von einem "Drama".

Mit Ersatzmann Roman Weidenfeller hat Trainer Thomas Tuchel allerdings einen international erfahrenen Mann zur Hand, der zehn Jahre lang Stammkeeper der Borussia war, diese Saison aber nur zweimal in der Liga zum Einsatz kam. Auch ein anderer prominenter BVB-Bankdrücker wird vielleicht wieder erste Spielpraxis sammeln dürfen: Marco Reus will gegen den polnischen Meister endlich sein x-mal verschobenes Comeback geben. Zum Showdown um den Gruppensieg wird es dann am nächsten Spieltag am 7. Dezember kommen: Dann treten die Borussen bei Spitzenreiter Real Madrid an.

Mit Wut im Bauch nach Moskau

Vor ganz anderen Problemen steht Bayer 04 Leverkusen. Der Frust über das 2:3 vor eigenem Publikum gegen den neuen Bundesliga-Ersten RB Leipzig sitzt noch tief. Leverkusen hatte mit einem Eigentor, einem nicht verwandelten Elfmeter und einem Torwartfehler, der zum Gegentreffer führte, großen Anteil an der Niederlage. Vor dem Auswärtsspiel beim Gruppenletzten ZSKA Moskau am Dienstag (Anstoß: 18.00 Uhr, ab 17:45 Uhr im DW-Liveticker) sind die Nerven angespannt. "Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen", erklärte Bayer-Boss Michael Schade und gab sich zuversichtlich: "Unserem Trainer Roger Schmidt ist es immer wieder gelungen, in schwierigen Situationen die Mannschaft zu motivieren und zu mobilisieren. Ein Sieg würde uns alle Türen öffnen."

Der Gruppenzweite Leverkusen würde sich bereits mit einem Remis Platz drei sichern. Bei einem Sieg von Spitzenreiter AS Monaco gegen Tottenham Hotspur würde ein Punkt sogar wegen des besseren direkten Vergleichs zu Rang zwei reichen. Dass diese Partie erst später stattfindet, könne ein Vorteil sein, sagte Sportchef Rudi Völler. "Nach unserem 1:0-Sieg in Wembley haben wir es selbst in der Hand und können nun einen weiteren großen Schritt machen." Der 56-Jährige war zudem bemüht, entstandene Wogen zu glätten. "Wir sind froh, dass wir so einen Super-Torwart haben", machte Völler seinem Keeper Bernd Leno Mut. Der Nationaltorwart war von Trainer Roger Schmidt wegen seines fatalen Fehlers im Spiel gegen Leipzig kritisiert worden: "So ein Tor hat er im ganzen Leben noch nicht gekriegt. Das war ein Fehler. Aus 25 Metern kann man so einen Ball schon mal halten." Völler nahm Leno demonstrativ in Schutz: "Ihm muss man auch mal einen schlechten Tag zugestehen."

Einen guten Tag im Hinspiel hatte ZSKA-Offensivspieler Roman Eremenko. Der finnische Nationalspieler hatte den 2:2-Ausgleich erzielt, wurde dann aber von der UEFA für zwei Jahre gesperrt: Die im Anschluss an die Partie genommene Dopingprobe war positiv. Auf das Spiel-Ergebnis hatte die positive Dopingprobe allerdings keine nachträgliche Auswirkung. "So sind die Regeln, da müssen wir uns nicht aufregen", erklärte Völler. 

og/to (sid, dpa)

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