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Fußball

BVB und Hertha im DFB-Pokal erfolgreich

Im Achtelfinale des DFB-Pokals setzen sich Dortmund und Berlin ungefährdet durch. Die Dortmunder profitieren von zwei Missgeschicken des Gegners. Die Ziehung der Viertelfinal-Partien ergibt attraktive Duelle.

Souverän, abgeklärt und auch ein bisschen glücklich - nicht im Vorbeigehen, sondern mit ein wenig Mühe hat Borussia Dortmund das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Der BVB gewann auswärts beim FC Augsburg mit 2:0 (0:0). Ein Doppelschlag nach einer Stunde entschied die Partie zu Gunsten der Schwarz-Gelben. Pierre-Emerick Aubameyang (61. Minute) und Henrikh Mkhitaryan (66.) erzielten die Tore.

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena war Dortmund von Anfang an und über die gesamte Spieldauer hinweg die dominierende Mannschaft. Doch die Dortmunder Offensive tat sich zunächst schwer, klare Chancen zu erarbeiten und diese dann auch zu verwerten. Die beste Möglichkeit hatte Aubameyang kurz vor der Pause, als er aus kurzer Distanz an FCA-Keeper Marwin Hitz scheiterte.

Der BVB brauchte schließlich ein wenig Glück, um einen Treffer zu erzielen: Als Augsburgs Dong-Won Ji den Ball aus dem eigenen Strafraum befördern wollte, schoss er Lukasz Piszczek vor die Brust. Von dort gelangte der Ball in die Mitte zu Aubameyang, der zum 1:0 abschließen konnte. Beim 2:0 zog Mkhitaryan zentral vor dem Tor aus 16 Metern ab. Sein Schuss sprang FCA-Verteidiger Ragnar Klavan auf die Fußspitze und wurde unhaltbar ins Tor abgefälscht.

"Es war ein schweres Spiel, das wir verdient gewonnen haben", sagte BVB-Kapitän Mats Hummels anschließend. "Der Gegner läuft sich kaputt, wird unkonzentriert und macht irgendwann einen Schritt weniger. Augsburg hat uns von Anfang in Manndeckung genommen. Wir mussten geduldig bleiben. Das Spiel war ein Zeichen dafür, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben."

Hertha zu stark für Nürnberg

Ecke, Kopfball, Tor - dieser simple taktische Kniff scheint immer mehr zum Erfolgsrezept für Hertha BSC zu werden. Mit 2:0 (1:0) haben sich die Berliner beim 1. FC Nürnberg durchgesetzt. Vladimir Darida (32.) und John Anthony Brooks (65.) machten die Treffer für den Dritten der Bundesliga. Der US-Amerikaner Brooks war dabei mit dem Kopf nach einem Eckball erfolgreich. Bereits vor anderthalb Wochen hatte er in der Bundesliga so die Partie gegen Bayer Leverkusen entschieden (2:1) und auch am Wochenende gegen Darmstadt (4:0) nach einer Ecke per Kopf ein Tor vorbereitet. Darida war bei seinem Treffer halblinks im Nürnberger Strafraum freigespielt worden und hatte keine Mühe, flach ins kurze Toreck zu verwandeln.

Fußball DFB-Pokal 1. FC Nürnberg vs. Hertha BSC

Hertha obenauf! Mit einer souveränen Leistung erreicht der Hauptstadtklub das Pokal-Viertelfinale

Nürnberg, das seit März zu Hause kein Pflichtspiel mehr verloren hatte, hat zwar in der 2. Bundesliga einen Lauf und ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde - gegen die Hertha war der "Club" vor rund 35.000 Zuschauer im heimischen Stadion insgesamt aber zu harmlos. Die beste Möglichkeit auf einen eigenen Treffer hatten die Nürnberger durch Mittelfeldspieler Kevin Möhwald, der in der 83. Minute per Kopfball aufs lange Eck zielte. Doch Hertha-Keeper Rune Jarstein drehte den Ball noch um den Pfosten und hielt seinen Kasten sauber.

Hertha BSC steht nach dem Sieg zum ersten Mal seit 2012 wieder im Pokal-Viertelfinale und ist dem großen Traum, einer Finalteilnahme im eigenen Olympia-Stadion, einen Schritt näher gekommen.

Stuttgart müht sich gegen Braunschweig

Ecke, Kopfball, Tor - das war auch das Erfolgsrezept des VfB Stuttgart gegen Eintracht Braunschweig. Der Tabellenletzte der 1. Bundesliga hatte vor nur 22.000 Zuschauern Mühe gegen den Fünften der 2. Liga. Erst in der Verlängerung setzte sich Stuttgart mit 3:2 (1:1, 1:1) durch.

Spielszene DFB-Pokal VfB Stuttgart - Eintracht Braunschweig (Foto: picture-alliance/Pressefoto Rudel/R. Rudel)

Stuttgart brauchte gegen Braunschweig einen langen Atem

Nachdem Joseph Baffo die Gäste aus Braunschweig nach einem Eckstoß per Abstauber in Führung gebracht hatte (6.), gelang VfB-Innenverteidiger Georg Niedermeier mit einem Kopfball nach einer Ecke der Ausgleich (21.). Anschließend hätte Alexandru Maxim die Stuttgarter in Führung schießen können, vergab aber einen Foulelfmeter (36.). Braunschweigs Torhüter Rafal Gikiewicz parierte und wurde auch in der Folgezeit mehr und mehr zum besten Mann der Eintracht. Immer wieder scheiterten die VfB-Angreifer am Polen zwischen den Pfosten der Braunschweiger.

Erst in der Verlängerung durften die Stuttgarter wieder jubeln: Bei einer Flanke von Borys Tashchy in den Strafraum verließ sich Baffo auf seinen Keeper Gikiewicz, der versuchte, den Ball mit ausgestreckten Fäusten wegzuboxen. Aber Timo Werner stieg hoch, kam früher an den Ball und köpfte das 2:1 für Stuttgart (99.). Braunschweig kämpfte und erzwang den erneuten Ausgleich. Nach einer Flanke konnte die Defensive des VfB den Ball nicht klären, Orhan Ademi bedankte sich und staubte zum 2:2 ab (110.). Drei Minuten später hatte Niedermeier Glück, als er im Strafraum den Ball und die Füße von Ademi erwischte aber die Pfeife des Schiedsrichters stumm blieb - kein Elfmeter. Den Schlusspunkt setzte dann Stuttgarts Toni Sunjic. Nach einer Ecke kam er frei zum Kopfball und erzielte den 3:2-Endstand.

Bochum wie Robben und mit der Hand

In einem Duell zweier Zweitligisten setzte sich der VfL Bochum beim TSV 1860 München mit 2:0 (2:0) durch. Janik Haberer traf in bester Arjen-Robben-Manier zum 1:0: Der Mittelfeldspieler zog an der Strafraumkante von rechts in die Mitte und schloss flach mit links ins lange Eck ab (39.). Glück hatte der VfL bei seinem zweiten Treffer durch Tim Hoogland (44.). Nach einem Freistoß kam der Defensivspieler am langen Pfosten zum Kopfball. Allerdings spielte er den Ball deutlich mit der Hand, bevor das Leder zum 2:0 ins Tor sprang.

Viertelfinale: Bayern muss nach Bochum

Die Ziehung des Viertelfinals durch Handball-Nationaltorhüter Carsten Lichtlein, der als "Losfee" agierte, ergab folgende Begegnungen: Der FC Bayern spielt auswärts beim VfL Bochum. Der VfB Stuttgart empfängt Borussia Dortmund. Zweitligist Heidenheim tritt gegen Hertha BSC an und Bayer 04 Leverkusen bekommt es mit dem SV Werder Bremen zu tun. Die Viertelfinals werden am 9. und 10. Februar ausgetragen.

Alle Spiele, alle Tore der Mittwochspartien des DFB-Pokal-Achtelfinals gibt es hier noch einmal zum Nachlesen im DW-Liveticker:

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