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Fußball

BVB top, Schalke flop

Der BVB gewann - was sonst? Schalke ließ sich vorführen. Die Bayern machten Boden gut. Der HSV tat etwas für’s Selbstvertrauen. Leverkusen verschenkte einen Sieg, und Mainz und Hannover setzen sich weiter oben fest.

Shinji Kagawa bejubelt seinen siebten Saisontreffer. (Foto: AP Photo/Martin Meissner)

Siebtes Saisontor: Kagawa

Die stärkste Offensive gegen die schwächste Abwehr, der Tabellenführer gegen den Tabellenletzten: Gegensätzliche Kräfteverhältnisse, die sich am Ende auch im Ergebnis widerspiegelten. Mit 4:1 (1:1) setzte sich Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach durch. Marco Reus hatte in der 22. Minute die Gäste überraschend in Führung gebracht, aber noch vor der Pause erzielte Neven Subotic (45.+1) den Ausgleich. Shinji Kagawa (52.), Kevin Großkreutz (77.) und Lucas Barrios (88.) sorgten dann für den deutlichen BVB-Sieg. Die Dortmunder bleiben damit weiter souveräner Tabellenführer mit sieben Punkten Vorsprung vor Verfolger FSV Mainz 05.

Desolate Leistung

Felix Magath ist sauer über die desolate Vorstellung seiner Mannschaft. (Foto: Thomas Wieck/dapd)

Ist sauer: Magath

Schalke wollte eigentlich den Schwung aus der Champions League mit in die Bundesliga nehmen. Doch drei Tagen nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse hat der Liga-Alltag den deutschen Vizemeister wieder eingeholt. Beim Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern hat sich Schalke beim 0:5 (0:2) regelrecht vorführen lassen. Srdjan Lakic (8.) erzielte die Führung für den FCK, Martin Amedick (39.), noch mal Lakic (56.) mit seinem neunten Saisontor, Ivo Ilicevic (76.) per Foulelfmeter und der von Schalke ausgeliehene Jan Moravek (88.) machten den vierten Saisonsieg für die Lauterer klar. "Uns hat die richtige Einstellung gefehlt", kritisierte Trainer Felix Magath. Und Manuel Neuer fügte hinzu: "Das war katastrophal, was wir hier abgeliefert haben." Für Schalke war es die höchste Niederlage seit 1992. Noch deprimierender ist aber wohl der Blick auf die Tabelle aus Sicht der Schalker. Der selbsternannte Titelkandidat ist weiterhin Tabellen-Fünfzehnter.

Gomez trifft erneut

Thomas Müller (M) von München und Pirmin Schwegler sowie Halil Altintop (l) von Frankfurt kämpfen um den Ball. (Foto: Andreas Gebert dpa/lby)

WM-Torschütze Thomas Müller von den Bayern wird gefoult

Der FC Bayern München ist mit seinem höchsten Sieg in dieser Saison auf Platz fünf in der Tabelle vorgerückt. Drei Tage vor der Jahreshauptversammlung des Fußball-Rekordmeisters sorgten Anatoli Timoschtschuk (29./87.), Thomas Müller (59.) und Mario Gomez (61.) beim 4:1 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt für die Tore. Für die Hessen traf Theofanis Gekas (33.) mit seinem zwölften Saisontreffer zum 1:1-Zwischenstand. Zehn Punkte aus vier Spielen hatten die Bayern-Verantwortlichen bis zur Winterpause von Trainer Louis van Gaal und seinem Team noch vor der Partie verlangt. Die ersten drei Zähler hat der deutsche Rekordmeister also schon sicher.

Erst Dreierpack, dann Rot

Werders Hugo Almeida jubelt nach seinem Treffer zum 2:0. (Foto: Joerg Sarbach/dapd)

Noch jubelt Hugo Almeida

Hugo Almeida hat Werder Bremen im Alleingang einen Sieg beschert. Mit einem 3:0 (2:0) gegen Aufsteiger St. Pauli konnten die Bremer nach sieben Pflichtspiel-Niederlagen wieder jubeln. Die Freude von Dreifach-Torschütze Almeida (1./20./64.) reichte jedoch nur bis zur 80. Spielminute. Nach einem überflüssigen Nachtreten gegen St. Paulis Zambrano sah der Bremer die Rote Karte. "Da sind mir einfach die Nerven durchgegangen, ich habe zwar drei Tore gemacht, aber so etwas darf einfach nicht passieren. Ich kann mich nur noch einmal bei meiner Mannschaft entschuldigen", sagt der Portugiese Almeida. Werder-Trainer Thomas Schaaf muss sich nun nach der zu erwartenden Sperre seines besten Torschützen um die Mannschaftsaufstellung im nächsten Spiel sorgen: "Zu so einer Szene darf er sich nicht hinreißen lassen. Das ist in unserer Personalsituation nicht gerade gut." Durch den Sieg rückt Werder auf den 11. Tabellenplatz vor. St. Pauli hingegen rückt der Abstiegszone immer näher.

Marica meckert

Schiedsrichter Wolfgang Starke zeigt dem VfB Spieler Ciprian Marica (3.vl) die Rote Karte, nachdem er schon zuvor wegen Diskutieren mit dem Schiedsrichter die Gelbe Karte gesehen hatte.

Rot für Marica

Die meisten Tore am 14. Spieltag fielen in der Partie Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart. Die Gastgeber setzten sich mit 4:2 (3:1) durch - jedes Mal war es ein anderer Torschütze: Hamburgs Piotr Trochowski machte den Anfang nach drei Minuten. Kurz darauf gelang Ciprian Marica (9.) der Ausgleich. Der Stuttgarter musste jedoch nach rund einer Viertelstunde vom Platz, er sah wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte. Der Rumäne muss nun mit einer Geldstrafe rechnen.

VfB-Trainer Jens Keller und Manager Fredi Bobic kündigten interne Konsequenzen für den Torjäger an. "Wenn man die eigene Mannschaft ohne Not derart schwächt, kann das nicht ohne Folgen bleiben", sagte Bobic. Jonathan Pitroipa (29.) und Mladen Petric (36.) nutzen die personelle Überlegenheit und brachten den HSV mit 3:1 in Führung. Die Gäste machten sich nach dem Tor von Christian Gentner kurz nach der Halbzeit (46.) wieder Hoffnung, doch Ruud van Nistelrooy (60.) machte diese schnell wieder zunichte.

Hannover bleibt Vierter

Hannovers Torschütze Jan Schlaudraff jubelt nach dem Tor zum 1:0. (Foto: Jochen Lübke dpa/lni)

Endlich wieder ein Tor: Hannovers Stürmer Jan Schlaudraff

Hannover 96 hat sich weiter in der Spitzengruppe der Liga festgesetzt. Im Duell der Überraschungsteams gewannen die Niedersachsen gegen den SC Freiburg mit 3:0 (1:0). Das erste Tor gelang dem vor der Saison eigentlich schon aussortierten Jan Schlaudraff nach einer Viertelstunde. Für den Ex-Nationalspieler war es der erste Treffer seit gut elf Monaten. Didier Ya Konan (73.) und Mike Hanke (89.) verbesserte dann noch mit ihren Treffern die Tordifferenz der Niedersachsen.

Unnötiger Punktverlust

Tor zum 0-2: Torschütze Arturo Vidal (r./ Bayer 04 Leverkusen) trifft per Elfmeter.

Tor zum 2:0: Vidal

Bayer Leverkusen hat einen weiteren Sieg im fremden Stadion verschenkt. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes kam trotz 2:0-Führung nur zu einem 2:2 (2:1) bei 1899 Hoffenheim. Damit verpasste es der Tabellendritte, den Vereinsrekord von 1998/99 von fünf Auswärtserfolgen hintereinander einzustellen. In einer hochklassigen Partie waren zunächst Sidney Sam (8.) und Arturo Vidal (10./Foulelfmeter) für Leverkusen erfolgreich, doch Sejad Salihovic (38.) und Gylfi Sigurdsson mit einem Strafstoß in der Nachspielzeit (90.+4) sorgten noch für den Ausgleich für Hoffenheim. "Mann muss anerkennen, dass Hoffenheim den einen Punkt verdient hat", gab Leverkusens Trainer Jupp Heynckes zu.

Köln macht einen Platz gut

Der Kölner Petit (r) und der Wolfsburger Edin Dzeko (l) versuchen an den Ball zu kommen. (Foto: Fredrik von Erichsen dpa/lnw)

Köln ist auf dem Weg nach oben

Der 1. FC Köln hat sich mit einem 1:1 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg auf den Relegationsplatz vorgearbeitet. Nach dem 1:0 von Milivoje Novakovic (51.) sah es zunächst so aus, als ob sich Köln komplett aus der Abstiegszone verabschieden würde. Doch dann zerstörte Wolfsburgs Cicero per Fallrückzieher (81.) die Kölner Träume. Gerade einmal vier Minuten auf dem Spielfeld bewahrte der Brasilianer den Wolfsburger Trainer Steve McClaren vor weiterer Kritik nach vier sieglosen Partien.

Bereits am Freitag hatte Mainz mit 3:0 (1:0) gegen Nürnberg gewonnen. Damit haben die Rheinhessen den zweiten Tabellenplatz verteidigt und bleiben der ärgste Verfolger von Tabellenführer Dortmund. Jung-Nationalspieler André Schürrle (27.), Nikolce Noveski (54.) und Sami Allagui (86.) trafen im ausverkauften Bruchwegstadion für die Gastgeber. Es war der zehnte Sieg in dieser Saison.

Autorin: Sarah Faupel / Laura Döing

Redaktion: Sarah Faupel

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