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Fußball

BVB festigt Spitze - Bayern nun Zweiter

In der Bundesliga ist Bayern München wieder erster Verfolger von Spitzenreiter Dortmund. Während Gladbach und Schalke schwächeln, wird die Situation in der Abstiegszone für Freiburg und Lautern immer prekärer.

Bayern München ist wieder Verfolger Nummer eins von Meister Borussia Dortmund. Mit einem 2:0 (1:0) gegen den FC Schalke 04 kletterte die Mannschaft von Jupp Heynckes auf den zweiten Tabellenrang. Vier Tage nach der 0:1-Pleite in der Champions League beim FC Basel war das Bemühen der Bayern, wieder als Mannschaft aufzutreten, von Beginn an zu merken. "Mann des Tages" war der überragende Franck Ribéry. Der Franzose führte mit seinen beiden Toren die Münchner zum Erfolg. Die "Königsblauen" aus Gelsenkirchen sind dagegen nach der Niederlage an der Isar zunächst aus dem Titelrennen ausgeschieden.

Dortmunds Jakub Blaszczykowski (l.) und Hannovers Christian Schulz springen zum Ball. (Foto: dapd)

Dortmund bleibt Spitze

Zum Abschluss des 23. Spieltags setzte sich Dortmund mit 3:1 (1:0) gegen Hannover 96 durch. Der Champion feierte den siebten Liga-Sieg in Serie und stellte damit den Vereinsrekord ein. Seit nun 17 Partien ist der BVB ungeschlagen. Vier Punkte beträgt jetzt der Vorsprung auf die Bayern. Lewandowski mit seinen Saisontoren Nummer 15 und 16 sowie Ivan Perisic trafen für Dortmund. Hannover half auch das Traumtor des eingewechselten Didier Ya Konan nichts. Von Hannover kam zu wenig. Drei Tage nach dem Einzug ins Europa-League-Achtelfinale mit dem 1:0 bei Christoph Daums FC Brügge wurden die Gäste vom Titelverteidiger phasenweise überrannt.

Gladbach nur Remis

Der Hamburger Tolgay Arslan bejubelt sein Tor zum 1:1 in Möncehngladbach (Foto: dpa)

HSV-Spielverderber Tolgay Arslan

Borussia Mönchengladbach musste sich nach einer schwächeren Leistung mit einem 1:1 (1:0) gegen den Hamburger SV begnügen. Mike Hanke erzielte den Führungstreffer für den Tabellendritten aus Gladbach - wenngleich aus Abseitsposition. Tolgay Arslan rettete dem HSV mit seinem ersten Bundesligatreffer das verdiente Remis. "Ich denke, es ist legitim, dass wir uns auch mal schwertun und zu Hause nur einen Punkt holen", meinte Hanke, dessen Team schon im 15. Heimspiel nacheinander ohne Niederlage blieb.

Bremen patzt

Bremens Torwart Tim Wiese liegt nach dem Treffer zum 0:1 gegen Nürnberg auf dem Rasen. (Foto: dapd)

Geschlagen: Tim Wiese

Mit dem 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg hat Werder Bremen im Kampf um die Europacup-Teilnahme einen Rückschlag erlitten. Die Hanseaten fielen durch die Niederlage auf Platz sechs zurück und verpassten den Anschluss an die Champions-League-Ränge. "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, das hat uns das Spiel gekostet", räumte Torjäger Claudio Pizarro selbstkritisch ein. Alexander Esswein erzielte das Siegtor für den Club.  Nach dem Sprung auf Platz zehn habe er nun "eine große Portion Zuversicht, dass wir unser Ziel erreichen", sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking.

Nach der sechsten Niederlage in den letzten sieben Spielen nahm Lukas Podolski Kölns norwegischen Chefcoach Stale Solbakken in Schutz. Es könne nicht am Trainer liegen, sagte der FC-Stürmer nach dem 0:2 (0:1) im rheinischen Derby gegen Bayer Leverkusen. "Er wurde geholt, um etwas aufzubauen. Diese Zeit sollte man ihm lassen", so Podolski. Der Torjäger blieb nach drei Wochen Verletzungspause erfolglos und konnte in seinem 200. Bundesligaspiel die Niederlage nicht verhindern. "Wir sind mittendrin im Abstieg", sagte er. Lars Bender erzielte beide Tore für den Tabellenfünften aus Leverkusen.

Rehhagel-Comeback missglückt

Völlig daneben geriet das Trainer-Comeback von Otto Rehhagel. Nach dem 0:3 (0:0) beim FC Augsburg und dem Sturz auf den Relegationsplatz hört der 73-Jährige bei Hertha BSC "die Alarmglocken klingeln". Sechs Spiele, sechs Niederlagen, 1:14 Tore - die Berliner Negativbilanz 2012 geht weiter. "Jetzt müssen die Jungs endgültig aufwachen", forderte der Trainer-Oldie. Der zweifache Torschütze Torsten Oehrl und Marcel Ndjeng besiegelten die Pleite.

Trainer Otto Rehhagel (l) von Hertha BSC gestikuliert beim Spiel in Augsburg (Foto: dpa)

Otto Rehhagels Trainer-Einstand in Berlin ging beim 0:3 in Augsburg gehörig daneben

Markus Babbel hat im dritten Spiel auf der Hoffenheimer Trainerbank den ersten Sieg eingefahren. Das 2:1 (1:0) in Wolfsburg war sogar ein Doppelerfolg gegen seinen VfL-Kollegen Felix Magath. Bereits im Oktober 2011 hatte Babbel mit Hertha BSC in Wolfsburg gewonnen. Beim deutschen Meister von 2009 machten die Fans mit gellenden Pfiffen und Schmährufen Stimmung gegen die verunsicherte VfL-Mannschaft. Nur der von Magath zurückgeholte Patrick Helmes traf per Foulelfmeter. Die Hoffenheimer Tore erzielten Roberto Firmino und Sven Schipplock, der Sieg hätte höher ausfallen können.

Freiburg und Lautern in Not

Der VfB Stuttgart hat die prekäre Lage des SC Freiburg im Abstiegskampf weiter verschärft. "Unsere Tabellensituation ist brenzlig", sagte SC-Kapitän Cedrick Makiadi nach dem 1:4 (1:2)  im schwäbisch-badischen Derby. VfB-Torgarant Martin Harnik mit seinen Saisontreffern 12 und 13, Shinji Okazaki und Khalid Boulahrouz trafen für den VfB. Fallou Diagné erzielte den Anschluss für den Tabellenletzten.

Der 1. FC Kaiserslautern ist nach dem 0:4 (0:3) im Rheinland-Pfalz-Derby beim FSV Mainz 05 auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. "Das war der Tiefpunkt", sagte der in der Kritik stehende FCK-Trainer Marco Kurz nach der 13. Partie ohne Sieg. Mohamed Zidan mit seinem vierten Tor im vierten Spiel, Adam Szalai, Nikolai Müller (30.) und Eric Maxim Choupo-Moting schossen den höchsten Saisonsieg der klar überlegenen Mainzer heraus.

Autor: Arnulf Boettcher
Redaktion: Calle Kops

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