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Kultur

Buzzfeed: "Cat Content" für Deutschland

Die US-amerikanische Internetseite Buzzfeed.com erreicht im Monat weltweit 150 Millionen Leser. Nun gibt es auch eine deutsche Version der Webseite, die mit Katzenvideos bekannt geworden ist.

Vier riesige Katzen klettern auf dem Gebäude des Deutschen Bundestags herum. Zumindest auf der Facebook-Seite von Buzzfeed Deutschland. Das Portal hat sich auf unterhaltende Inhalte konzentriert, die möglichst oft in sozialen Netzwerken geteilt werden sollen. So stößt dann auch ein Großteil der Buzzfeed-Leser auf die Webseite. Die Themen drehen sich oft um Dinge, mit denen sich die jungen Leser identifizieren können. In den USA hat die Webseite seit ihrem Start 2006 vor allem durch die Verbreitung von Katzenvideos und durch Listen, Quiz sowie Bildergalerien an Popularität gewonnen. Scott Lamb, der bei Buzzfeed für den internationalen Ausbau zuständig ist, nennt diese Inhalte "Cat Content".

Die deutsche Version

der Homepage besteht bisher noch zu großen Teilen aus englischsprachigen Beiträgen. Das soll sich langsam ändern, sagt Lamb. Eine vierköpfige Redaktion arbeite in Berlin an speziellem Inhalt für Deutschland. Bisher sind das zum Beispiel Listen wie "25 Dinge, die Dich an Deine Kindheit in den 80ern im Osten erinnern" oder ein Quiz mit dem Titel "In welcher deutschen Stadt solltest Du eigentlich leben?"

Buzzfeed in Deutschland (Foto:BuzzFeed)

Der Launch der Webseite erfolgte stilecht in einem Berliner Katzencafé

Neben den USA und Großbritannien gibt es Buzzfeed bereits in Spanien, Brasilien, Indien, Australien, Frankreich. "Nicht jeder Inhalt, der in den USA oder Großbritannien funktioniert, wird auch in Deutschland funktionieren, deshalb wird es etwas dauern, bis wir das Buzzfeed-Konzept auf Deutschland übertragen haben", sagt Lamb. Deshalb seien ihm die nationalen Redaktionen wichtig. Der Erfolg der Portale sei laut Lamb unterschiedlich. In London laufe es gut: In eineinhalb Jahren sei die Anzahl der Redakteure von vier auf 25 gestiegen. Auf der französischen Facebook-Seite hätten in einem Jahr erst 14.000 Franzosen auf "Gefällt mir" geklickt. Die deutsche Seite gefällt nach einer Woche über 1.300 Nutzern.

Ein ähnliches Konzept wie Buzzfeed gibt es in Deutschland bereits: Seit Dezember 2013 existiert

heftig.co

, eine Webseite, die ebenfalls vornehmlich auf unterhaltende Inhalte setzt. Über eine Million User gefällt die Seite auf Facebook. Lamb sieht aber keine Konkurrenz: "Das Internet ist sehr groß, es gibt viel Platz für verschiedene Websites und ich glaube nicht, dass Buzzfeed.com und heftig.co in Konkurrenz zueinander stehen." Buzzfeed verkauft keine Werbebanner, wie die meisten anderen deutschen Medien, sondern sogenannten "Sponsored Content". Diese Inhalte sind genauso aufgebaut wie die Texte der Redaktion, werden aber von den Werbekunden bezahlt.

hjh/ld (dpa/buzzfeed.com)

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