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US-Automarkt

"Buy American"? Nun ja…

Seit Donald Trump die USA regiert, werden nicht mehr, sondern weniger US-Autos verkauft. Hersteller aus Deutschland und Japan erzielen Achtungserfolge. Das größte Interesse gilt nach wie vor den großen Spritschluckern.

Ein Automarkt im Rückwärtsgang: Die US-Marktführer General Motors (GM), Ford und Fiat Chrysler haben auch im Juni weniger Autos verkauft als im vergangenen Jahr. Damit gehört Chrysler nicht einmal mehr zu den Top-Drei und muss seinen Platz auf dem Treppchen für Toyota räumen. Günstiger Sprit und niedrige Zinsen hatten der Branche in den vergangenen Jahren Rekordverkäufe beschert, aber seit Jahresbeginn stehen die Zeichen auf Abschwung.

Volkswagen zählte in den vergangenen Monaten zu den Gewinnern im schwachen US-Gesamtmarkt und verkaufte auch im Juni mit 23.377 Autos 15 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Plus von 8,2 Prozent. Nach den Verwerfungen aus dem Dieselskandal scheinen sich die Wolfsburger in den USA berappelt zu haben.

Nicht alle Deutschen im Plus

Die VW-Oberklassetochter Audi lieferte im Juni 19.416 Neuwagen aus, was einem Zuwachs von 5,3 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der deutsche Premium-Rivale BMW schaffte nach zwei Monaten mit starken Absatzrückgängen immerhin ein Mini-Plus von 0,4 Prozent auf 28.962 Wagen. Im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich dennoch ein deutliches Minus von 2,8 Prozent. Fast genauso viele Autos wie die Münchner hat Konkurrent Daimler vergangenen Monat unter die Leute gebracht. Mit 28.994 Wagen der Marke Mercedes-Benz stiegen die Verkäufe im Juni um 1,8 Prozent. Auf Jahressicht schrumpfte der Absatz jedoch um 0,5 Prozent.

Im vergangenen Monat schlugen sich indes auch die japanischen Branchenschwergewichte besser als die US-Platzhirsche. Toyota schaffte ein Absatzplus von 2,1 Prozent auf 202.376 Fahrzeuge. Honda und Nissan legten um ein beziehungsweise zwei Prozent zu.

Automobil Ford F-150 Pickup (picture-alliance/AP Photo/Ford)

Noch immer ein Liebling der US-Amerikaner: Große, schwere und durstige Pickups wie der Ford F-150

US-Marktführer GM wies für den abgelaufenen Monat einen Absatzrückgang von 4,7 Prozent auf 243.155 Fahrzeuge aus. Ford meldete ein Minus von 5,1 Prozent auf knapp 228.000. Damit verkaufen die Autoriesen aus Detroit aber immer noch zehnmal mehr Autos auf ihrem Heimatmarkt als der Importeur Volkswagen. Und auch das gehört zu einem vollständigen Bild: die US-Autokäufer mögen große Pickups und Crossover-Modelle immer noch lieber als klassische Limousinen.

rb/stu (ap, dpa, rtr)

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