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Politik

Bush: Weniger US-Truppen im Irak möglich

US-Truppenreduzierungen im Irak seien möglich, sagte Präsident Bush während eines Kurzbesuchs im Irak. Zeitpunkt und Zahlen nennt er nicht. Der Besuch kommt im Vorfeld wichtiger Beratungen des US-Kongresses zu dem Thema.

Präsident Bush besucht Truppen im Irak

Bush beim Truppenbesuch in Anbar

US-Präsident George W. Bush hat am Montag (3.9.2007) während eines Überraschungsbesuches im Irak die Möglichkeit einer Truppenreduzierung angedeutet. Der US-Oberkommandierende General David Petraeus und der US-Botschafter im Irak, Ryan Crocker, hätten ihm gesagt, dass es möglich sei, das gleiche Sicherheitsniveau mit weniger amerikanischen Truppen zu gewährleisten, wenn "der Erfolg, den wir jetzt sehen, sich fortsetzt". Bush nannte in diesem Zusammenhang weder einen Zeitpunkt für einen Abzug noch eine genaue Zahl. Zugleich bezeichnete er schleppende Fortschritte im Irak als "frustrierend".

Bush verlangte von der Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki weitere Anstrengungen. Die US-Truppen hätten dabei geholfen, die Sicherheitslage zu verbessern. Jetzt sei es wichtig, dass die irakische Führung folge und es politische und wirtschaftliche Fortschritte gebe.

Irakische Regierung nicht informiert

Bush war am Montag zu dem Besuch auf der Al-Assad-Militärbasis der USA im Westirak eingetroffen, um Gespräche mit US-Kommandeuren, dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki sowie Stammesscheichs zu führen. Auch US-Außenministerin Condoleezza Rice, Verteidigungsminister Robert Gates sowie der Nationale Sicherheitsberater Stephen Hadley reisten in den Irak.

Die Regierung in Bagdad war nach irakischen Medienberichten über den aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich angekündigten Besuch Bushs offensichtlich selbst nicht vorab informiert worden. Ein Bericht auf der Internetseite des Irakischen Nachrichten-Netzwerks, wonach Aufständische westlich von Bagdad erfolglos versucht haben sollen, die Maschine des US-Präsidenten zu beschießen, wurde nicht bestätigt.

Besuch im Vorfeld wichtiger Kongressberatungen

Es war Bushs dritter Besuch im Irak seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein durch die US-Truppen im Frühjahr 2003. Zuletzt hatte er das Land im Juni 2006 besucht. Damals hatte er den inzwischen heftig umstrittenen Regierungschef Nuri al-Maliki persönlich kennengelernt.

Der neue Besuch des US-Präsidenten kommt im Vorfeld einer wichtigen Anhörung im US-Kongress. General Petraeus und Botschafter Crocker werden in der kommenden Woche dem US-Kongress Bericht über die Entwicklung im Irak erstatten. Ihre Einschätzung und ein Fortschrittsbericht des Weißen Hauses werden über das zukünftige US-Engagement im Irak entscheiden. (rri)

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