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Nahost

Bush reist zum ersten Mal in den Nahen Osten

Zum ersten Mal in seiner Amtszeit will US-Präsident George W. Bush im Januar in den Nahen Osten reisen. Dabei wird er unter anderem Israel besuchen.

US-Präsident George W. Bush zusammen mit dem israelischen Premierminister Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, 27.11.2007, Quelle: AP Photo/Susan Walsh

Bush, Olmert und Abbas in der Marine-Akademie in Annapolis

In der vergangenen Woche hatten Israel und Palästina bei der Nahost-Konferenz in Annapolis in Maryland den USA die Zusage gemacht, die seit sieben Jahren festgefahrenen Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen. Die Einigung war unter Vermittlung Bushs zustande gekommen.

Präsident Bushs Sprecherin Dana Perino sagte nun: "Der Präsident findet, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Besuch in der Region ist." Das genaue Reiseziel Bushs wurde zunächst nicht bekannt. Die Palästinenser-Regierung bestätigte zwar Reisepläne, jedoch nicht den genauen Zeitpunkt. Israelische und US-Behörden nahmen nicht Stellung.

Einem israelischen Fernsehbericht zufolge wird Bush Israel besuchen. Es wäre sein erster Besuch in dem jüdischen Staat seit seinem Amtsantritt im Januar 2001. Mitarbeiter der US-Botschaft in Tel Aviv wollten den Bericht des israelischen Senders Kanal 2 weder bestätigen noch dementieren. Der Sender hatte berichtet, im Mittelpunkt des Besuchs stünden der Nahost-Friedensprozess sowie Gespräche über das iranische Atomprogramm.

Großoffensive in Vorbereitung

US-Präsident George W. Bush und Israels Ministerpräsident Ehud Olmert, 19.06.2007, Quelle: AP Photo/Gerald Herbert

Bush und Olmert im Oval Office im Weißen Haus im Juni 2007

Die israelische Armee erklärte unterdessen, sie habe die Vorbereitungen für eine Großoffensive im Gazastreifen abgeschlossen und warte nur noch auf den Befehl der Regierung. "Wenn es notwendig wird, sind wir für die Möglichkeit einer Aktion vorbereitet", so der israelische Generalleutnant Gabi Aschkenasi hierzu am Mittwoch (5.12.2007) im Armeeradio. Bis zu einer Invasion werde die Armee weiter ihre Taktik der schnellen Angriffe aus der Luft und der kurzen Bodenoperationen verfolgen.

Israelische Panzer nahmen am Mittwoch eine Gruppe von Hamas-Kämpfern im Gazastreifen unter Beschuss. Dabei wurden nach Angaben von palästinensischen Ärzten zwei Personen getötet und vier weitere verwundet. Die israelische Armee bestätigte den Vorfall. Ziel sei eine Gruppe von Militanten gewesen, die Mörsergranaten abfeuern wollten. Damit ist die Zahl der von Israel innerhalb der vergangenen zehn Tage getöteten militanten Palästinenser auf etwa 30 angestiegen. (mo)

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