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Politik

Bush: Mehr US-Truppen für Bagdad

Im Kampf gegen die Aufständischen im Irak wollen die USA mehr Truppen aus anderen Landesteilen nach Bagdad verlegen. Das sagte US-Präsident Bush nach einem Treffen mit dem irakischen Regierungschef Nuri al Maliki.

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Pro Tag 100 Tote durch Anschläge in Bagdad

Die Soldaten sollten in den kommenden Wochen aus anderen Teilen des Landes nach Bagdad verlegt werden, sagte Bush am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem irakischen Regierungschef Nuri al Maliki in Washington. Al-Maliki und US-General George Casey, Kommandeur der multinationalen Truppen im Irak, hätten sich auf die Entsendung von zusätzlichen US-Truppen und von irakischen Sicherheitskräften nach Bagdad geeinigt, fügte Bush hinzu.

Alter Sicherheitsplan gescheitert

Bush und al-Maliki im Weißen Haus

Bush und Maliki bei ihrem Treffen im Weißen Haus

"Unsere Militärkommandeure sagen, dass diese Umstrukturierung die derzeitigen Bedingungen vor Ort im Irak besser widerspiegeln", sagte der US-Präsident, der mit Al-Maliki vor allem über die Sicherheitslage im Irak beraten hatte. Erst am Montag hatten die Regierung in Bagdad und die USA den vor sechs Wochen verkündeten gemeinsamen Sicherheitsplan für die irakische Hauptstadt für gescheitert erklärt.

Die USA würden weiter an der Seite des Iraks stehen, versicherte Bush dem Gast in einer gemeinsamen Pressekonferenz. "Der Irak hat in den USA einen starken Partner", sagte Bush. Al-Maliki dankte Bush und dem amerikanischen Volk für die Unterstützung.

"Freimütige" Aussprache

Bush und Al-Maliki sprachen auch über den Konflikt im Libanon. Bush bezeichnete die Aussprache als "freimütig", eine diplomatische Formulierung, die oft Meinungsverschiedenheiten kaschiert. Al-Maliki hatte Israels Militärschläge im Südlibanon scharf kritisiert und eine sofortige Waffenruhe gefordert. Die USA betonen dagegen das Selbstverteidigungsrecht Israels. "Ich bin für eine nachhaltige Waffenruhe, die die Gewalt beendet", sagte Bush. Die USA haben deutlich gemacht, dass sie wie Israel eine militärische Schwächung der Hisbollah-Miliz als Voraussetzung dafür betrachten. "Ich habe betont, dass jedes Problem in unserer Region mit friedlichen und diplomatischen Mitteln angegangen werden muss", sagte Al-Maliki.

Gewalt dauert an

Nach Angaben von Bush soll die irakische Polizei durch mehr amerikanische Militärpolizei unterstützt werden. Die USA hätten auch weitere Hilfe für eine bessere Ausrüstung der Iraker zugesagt. "Wir sind entschlossen, den Terrorismus zu besiegen", sagte Al-Maliki. "Wir bewundern Ihren Mut", sagte Bush.

Al-Maliki sollte am Mittwoch vor dem Kongress in Washington sprechen. Anschließend wollte er zusammen mit Bush umweit von Washington amerikanische Truppen besuchen, die von einem Einsatz im Irak zurückgekommen sind.

Die Gewalt in der irakischen Hauptstadt Bagdad geht unvermindert weiter. In der Stadt fallen Schätzungen zufolge täglich etwa 100 Menschen Anschlägen und anderen Gewalttaten zum Opfer. Am Dienstag sprengte sich in Bagdad ein Selbstmordattentäter an einem Kontrollposten der Sicherheitskräfte in die Luft und riss drei Polizisten mit in den Tod. Bei einem Angriff auf das Büro eines prominenten Scheichs in der nordirakischen Stadt Tikrit wurde unterdessen ein führender Vertreter des Stammes von Expräsident Saddam Hussein getötet, wie die Polizei am Dienstag berichtete. Mahmud Ali Hussein al Nida sei zusammen mit einem weiteren Mann bei

dem Treffen am Montagabend getötet worden, Scheich Misahim al Mustafa und zwei weitere Personen seien verletzt worden. (stl)

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