1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Politik

Bush bringt neues Einwanderungsrecht ins Gespräch

US-Präsident Bush hat sich in Mexiko für eine Reform des amerikanischen Einwanderungsrechts und ein Gastarbeiterprogramm eingesetzt. Auch die letzte Station seiner Lateinamerika-Reise wurde von Protesten begleitet.

Felipe Calderon und George W. Bush, Quelle: AP

Bush und Calderon beim Besuch eines Maya-Bauwerks in Uxmal

Die Bushs und die Calderons, Quelle: AP

Die Bushs und die Calderons

Die 3200 Kilometer lange gemeinsame Grenze solle "eine Quelle der Einheit, nicht der Trennung" sein, sagte Bush am Dienstag (13.3.07) beim Treffen mit dem mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon. Bush will es Mexikanern ermöglichen, befristete Arbeitsvisa zu beantragen. Dies solle nicht automatisch zu einer Einbürgerung führen, aber ein Weg dahin sein. Der Kongress hat sich diesen Vorschlag allerdings bislang nicht zu Eigen gemacht.

Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Bush in Merida kritisierte Calderon erneut das von Bush unterzeichnete Gesetz zum Bau eines Grenzzauns. Mit einer Verbesserung der Infrastruktur in Mexiko könne mehr gegen die illegale Einwanderung getan werden als mit dem Bau von Grenzbefestigungen, sagte er.

Gewaltbereite Demonstranten

In Merida und Mexiko-Stadt kam es zu teils gewaltsamen Protesten gegen den US-Präsidenten. Rund 100 Demonstranten zogen vor das Hotel von Bush und beschimpften ihn als Mörder. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Bereitschaftspolizei. In Mexiko-Stadt verbrannten hunderte Demonstranten amerikanische Fahnen und riefen: "Bush, du bist nicht willkommen in Mexiko. Fahr zur Hölle." Die Menge warf Betonteile auf die Polizei und ging mit Metallstangen und Feuerwerkskörpern gegen die Ordnungskräfte vor. Mehrere Demonstranten wurden verletzt. Maskierte lieferten sich auch vor der US-Botschaft Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Bush wollte am Mittwoch nach Washington zurückreisen. Er hatte vor seinem Besuch in Mexiko in Brasilien, Uruguay, Kolumbien und Guatemala Gespräche geführt. (kas)

Die Redaktion empfiehlt