Buschfeuer bei Valparaiso | Aktuell Amerika | DW | 13.04.2014
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Aktuell Amerika

Buschfeuer bei Valparaiso

Warum der Großbrand ausbrach, ist noch nicht bekannt. Aber viele hundert Menschen mussten in der chilenischen Stadt Valparaiso ihre Häuser verlassen. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben.

Die Feuerwalze hat in Valpariso schwere Schäden angerichtet. Die Behörden bestätigten inzwischen, dass es elf Todesopfer gebe. Auf Fernsehbildern war eine riesige Flammenwand zu sehen, die sich ihren Weg durch die Häuser suchte. Bislang seien mehr als 200 Gebäude zerstört worden, meldeten lokale Radiostationen. Zahlreiche Menschen verfolgten mit Entsetzen das infernalische Schauspiel von den umliegenden Hügeln. In zahlreichen Teilen der Stadt fielen Strom und Wasserversorgung aus.

Notstand ausgerufen

Die Ursache des Buschfeuers, das am Samstagnachmittag in den Hügeln nahe der Stadt ausgebrochen war, ist noch nicht bekannt. Die Regierung habe für Valparaiso den Notstand ausgerufen, teilte Innenminister Rodrigo Penailillo mit. Staatspräsidentin Michele Bachelet setzte einen Katastrophenplan in Kraft, der den Einsatz der Streitkräfte zur Evakuierung der betroffenen Gebiete erlaubt. "Das ist die schlimmste Katastrophe, die ich in Valparaiso erlebt habe", sagte ein regionaler Feuerwehrkommandeur. Es sei zu befürchten, dass sich der Brand bis ins Stadtzentrum ausbreite.

Valparaiso gehört seit 2004 zum Weltkulturerbe und wird jährlich von tausenden chilenischen und ausländischen Touristen besucht. Die City ist mit rund 250.000 Einwohnern eine der größten Hafenstädte Chiles. Sie liegt etwa 120 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Santiago de Chile.

ml/chr (dpa,rtr,afp)