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Sport-News

Bus-Attentat: Zwei Männer in Haft

Drei Tage nach dem Attentat auf den Mannschaftsbus von Fenerbahce Istanbul sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Der mutmaßliche Schütze und sein Komplize werden von der türkischen Polizei verhört.

Die mutmaßlichen Attentäter des Anschlags auf den Mannschaftsbus von Fenerbahce Istanbul sind laut einer Mitteilung der türkischen Polizei festgenommen worden. Die beiden Verdächtigen sollen nun verhört werden. Der Gouverneur von Trabzon im Nordosten der Türkei erklärte, der Komplize habe den Schützen, der mit einer Schrotfilinte auf den Bus des 19-maligen türkischen Meisters feuerte, offenbar per Mobiltelefon über die Position des Fahrzeuges informiert.

Der Bus des türkischen Renommierklubs war am Samstag nach dem 5:1-Auswärtssieg gegen Caykur Rizespor auf dem Weg zum Fluhafen unter Beschuss geraten. Nach Polizeiangaben erlitt der Fahrer durch berstende Glasspiltter Verletzungen im Gesicht und musste operiert werden. Spieler und Betreuer seien mit dem Schrecken davon gekommen.

Nach dem Anschlag hatte die türkische Fußball-Liga den kommenden Spieltag abgesagt. Die Erstliga-Spiele waren am Sonntag zunächst fortgesetzt worden. Zuvor hatte Fenerbahce angekündigt, bis zur Aufklärung des Vorfalls keine Partien mehr bestreiten zu wollen. "Wir werden nicht Fußball spielen, bis die Täter gefunden sind", sagte Vize-Präsident Deniz Tolga Aytore und nannte den Angriff eine "terroristische Attacke" auf die Türkei. "Der Fußball ist an seinem Ende angelangt und es ist Blut geflossen", verurteilte der Verein die Tat vom Samstagabend.

Rivalität zwischen Trabzonspor und Fenerbahce

Fans des Vereins Trabzonspor sind nicht gut auf Fenerbahce zu sprechen. In der Spielzeit 2010/11 war der damalige und aktuelle Meister in einen Skandal über mutmaßliche Spielmanipulationen verwickelt. Die UEFA schloss Fenerbahce von der Teilnahme am Europapokal aus. Nach Ansicht der Trabzonspor-Fans hätte der damalige Tabellenzweite den nationalen Titel zuerkannt bekommen müssen.

Doch auch Trabzonspor verurteilte den Angriff und versprach Unterstützung bei den Untersuchungen. "Das ist eine Schande für unsere Stadt", zitierte die Zeitung "Hürriyet" Yakup Aslan, einen Vertreter des Vereins. Auch andere Klubs und die türkische Regierung verurteilten den Angriff. Präsident Recep Tayyip Erdogan und Regierungschef Ahmet Davutoglu forderten eine rasche Aufklärung.

pjr/asz (sid, dpa)