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Wissen & Umwelt

Buntes Treiben in Lindau

Hunderte Wissenschaftler tummeln sich auf der Insel im Bodensee, diskutieren, essen, feiern - und jagen! Denn sie haben es auf ganz bestimmte Gesprächspartner abgesehen: die mit einem blauen Bändchen.

Wer hat das Bild gemacht?: Hannah Fuchs, DW Bildbeschreibung: Die farblich markierten Bänder der Teilnehmer beim Nobelpreisträgertreffen in Lindau 3.7.2013

Bänder beim Nobelpreisträgertreffen in Lindau

Haben Sie schon einmal mit einem Nobelpreisträger gesprochen? Nein? Dann wäre das Lindauer Nobelpreisträgertreffen wohl die beste Gelegenheit dazu. Denn in diesem Jahr sind 34 von ihnen bei der Tagung am Bodensee dabei. Man muss sie nur erkennen und ansprechen. Es wuseln auf der Insel allerdings auch noch knapp 600 Nachwuchswissenschaftler herum sowie viele Helfer und andere Teilnehmer. Da den Überblick zu behalten, ist mitunter nicht einfach.

Die Sache mit dem Band

Die Veranstalter der Lindauer Nobelpreisträgertagung haben sich deshalb etwas ausgedacht:  Es wird farblich sortiert! Jeder Teilnehmer - ob Nobelpreisträger, Nachwuchsforscher, Journalist oder Mitarbeiter - trägt hier ein andersfarbiges Bändchen um den Hals.

Insgesamt gibt es neun Kategorien:

  • Grün tragen die Mitglieder der Stiftung des Lindauer Nobelpreisträgertreffens und des Kuratoriums sowie die wissenschaftlichen Leiter,
  • schwarz die Mitarbeiter des Sekretariats,
  • weiß die Alumni.
  • Orange ist für die Organisatoren.
  • Gelb bekommen die Journalisten.
  • Dunkelblau und Rot ist für weitere Gäste reserviert.
  • Grau steht für die Nachwuchswissenschaftler.
  • Und die Bändchen, hinter denen alle her sind, sind hellblau: die Farbe der Nobelpreisträger.

Sollten die Preisträger die Erkennungszeichen jedoch nicht offen tragen, hat sich eine andere Methode bewährt, um sie auszumachen: Ausschau halten nach Menschentrauben! Denn die Nachwuchswissenschaftler kennen die Gesichter ihrer Stars genau und scharen sich um sie, um zu plauschen.

Gianna Grün (rechts) und Hannah Fuchs (links) am Bodensee beim Nobelpreisträgertreffen in Lindau

DW-Reporterinnen Hannah Fuchs (links) und Gianna Grün (rechts) tragen ein gelbes Band für die Journalisten.

Bunte Mischung - auch bei der Herkunft

Nicht nur farbige Bändchen sorgen für ein außergewöhnlich buntes Treiben am Bodensee - die knapp 600 Wissenschaftler aus aller Welt tragen mindestens genauso dazu bei. Aus 77 Ländern reisten sie in diesem Jahr nach Lindau.

"Die Begeisterung der jungen Forscher, die Innovationskraft, die Leidenschaft!"- Mario Molina, der den Nobelpreis für seine Erkenntnisse zum Ozonloch bekam, wird ganz euphorisch, wenn er an das jährliche Zusammentreffen mit dem Nachwuchs denkt. "Sie lieben neue Erkenntnisse genauso wie ich - als ich die Chance hatte, Neues zu entdecken."

Um in Lindau dabei zu sein, verzichten sie alle jedoch für ein paar Tage auf die Gelegenheit zu forschen. Sie lassen Labore und Forschung zurück, um beim Nobelpreisträgertreffen einfach mal eine gute Zeit mit anderen Wissenschaftlern zu verbringen: Das Kennenlernen, das Knüpfen internationaler Kontakte und vielleicht sogar das Schließen von Freundschaften stehen hier im Vordergrund. Die "Social Events and Activities" machen deshalb auch einen Großteil der Woche aus: Internationales Get-Together, "Grill & Chill", ein bayrischer Abend, Bootsfahrt nach Mainau - es steht fast jeden Abend etwas an.

Aber dem Nachwuchs und den Nobelpreisträgern würde es wohl in den Fingern jucken, wenn es in Lindau nicht - zumindest etwas - auch um Wissenschaft gehen würde. Deshalb gibt es neben Themenrunden zur Grünen Chemie auch Vorlesungen der Nobelpreisträger und Diskussionsrunden. Die Teilnahme daran ist jedoch ausschließlich den Nobelpreisträgern und ihren "Schülern" - den jungen Wissenschaftlern - vorbehalten.

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