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Aktuell Asien

Bundeswehrsoldat von Kameraden angeschossen?

In Kundus ist ein deutscher Soldat durch einen Schuss in den Rücken verletzt worden. Wer feuerte die Kugel ab?

Bundeswehrsoldaten in Kundus (Foto: picture-alliance/JOKER)

Bundeswehr in Afghanistan

Der Zwischenfall passierte im Feldlager der Bundeswehr im nordafghanischen Kundus. "Die Verletzung erfolgte nicht durch Feindeinwirkung", heißt es in der dürren Pressemitteilung des Einsatzführungskommandos. Ob der Schuss von einem Soldaten der internationalen Schutztruppe ISAF oder von afghanischen Verbündeten oder Mitarbeitern abgegeben wurde, blieb offen.

Der Soldat sei umgehend in das Rettungszentrum gebracht und operiert worden, sein Zustand sei stabil, teilte die Bundeswehr mit. Zur weiteren Behandlung soll der Mann am Dienstag nach Masar-i-Scharif ausgeflogen werden. Die Untersuchungen zu dem Vorfall dauern an.

Soldat erschießt Kameraden

Es ist nicht der erste Zwischenfall dieser Art bei den deutschen Soldaten in Afghanistan. Im vergangenen Jahr verletzte sich ein Mann beim Reinigen seiner Waffe durch einen versehentlich ausgelösten Schuss. In einem anderen Fall löste sich während der Schießausbildung aus der Pistole eines Soldaten eine Kugel und verletzte diesen am Fuß.

Der folgenschwerste Fall ereignete sich kurz vor Weihnachten 2010, als ein Bundeswehrsoldat seinen Kameraden erschießt. Der damals 20-Jährige hatte mit seiner Waffe "herumgespielt". Das Landgericht Gera verurteilte ihn später zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe. Für den jungen Mann habe die Waffe die "Qualität eines Spielzeugs gehabt", zeigte sich der Vorsitzende Richter seinerzeit entsetzt.

se/wl (dpa, dapd)