1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Deutschland

Bundeswehr wird auf 200.000 Soldaten aufgestockt

Die Zeiten der Truppenverkleinerung sind endgültig vorbei. Mehr Aufgaben verlangen mehr Personal, so das Verteidigungsministerium. Derweil wurden weitere Panzer der Bundeswehr nach Litauen verlegt.

Wegen wachsender Aufgaben für die Bundeswehr will das Verteidigungsministerium das Personal kräftig aufstocken. Bis 2024 sollen die Streitkräfte auf 198.000 Soldaten und mehr als 61.000 Zivilisten wachsen. Das teilte das Ministerium in Berlin mit. Aktuell umfasst die Bundeswehr knapp 178.000 aktive Soldaten.

Später in Rente

"Die Bundeswehr ist gefordert wie selten zuvor", begründete Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Schritt und nannte den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), die Einsätze in Mali und in Afghanistan sowie die Beteiligung an der NATO-Mission im Baltikum. Zudem stiegen die Anforderungen an die Truppe wie etwa bei der Cyberabwehr. "Dafür brauchen wir ausreichend qualifiziertes Personal." 

Seit dem Ende des Kalten Krieges wurde die Bundeswehr schrittweise verkleinert. Das Verteidigungsministerium hatte 2016 das Ende des Schrumpfkurses eingeleitet. Nun soll weiter aufgestockt werden. Neben der Anwerbung neuer Rekruten will die Bundeswehr ihre Soldaten auch länger binden. So sollen Zeitsoldaten vermehrt als Berufssoldaten übernommen werden und Berufssoldaten später in den Ruhestand gehen. 

Verladung Panzer nach Litauen (picture-alliance/dpa/A. Weigel)

Für diese Bundeswehr-Panzer geht es in Richtung Litauen

Derweil hat die Bundeswehr Panzer auf den Weg nach Litauen geschickt - zur Abschreckung Russlands an der NATO-Ostflanke. 20 "Marder"-Schützenpanzer wurden im bayerischen Grafenwöhr auf Eisenbahnwaggons verladen, wie die Bundeswehr mitteilte. Sechs "Leopard 2"-Kampfpanzer seien bereits am Montag auf den Weg geschickt worden. In einigen Tagen sollen die Geräte den Militärstützpunkt Rukla erreichen, der 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt. Seit Mitte Januar wurden bereits etwa 200 Fahrzeuge und 120 Container dorthin verladen.

Die Bundeswehr führt in Litauen ein NATO-Bataillon zur Abschreckung Russlands. Die Länder im Baltikum sowie Polen fühlen sich durch den mächtigen Nachbarn Russland bedroht. Hintergrund ist die Vereinnahmung der Krim durch Russland.

wo/uh (afp, dpa)

Die Redaktion empfiehlt