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Asien

Bundeswehr mit Panzern gegen die Taliban

Deutsche Soldaten haben im nordafghanischen Kundus eine groß angelegte Operation gegen die Taliban in der Region gestartet - mit bislang neuem Aufwand.

Ein Soldat auf einem Schützenpanzer des Typs Marder (Foto: dpa).

Neue Qualität in der Auseinandersetzung: die Bundeswehr setzt in Afghanistan jetzt auch Schützenpanzer ein

Die Bundeswehr setzt dabei auch erstmals Schützenpanzer vom Typ Marder und Artillerie-Geschütze ein, wie die "Rheinische Post" (22.07.2009) meldet. Die Zeitung zitiert einen Bundeswehrsoldaten mit den Worten: "Es wird alles eingesetzt, was da ist." Die deutschen Soldaten gehen dem Bericht nach zusammen mit mehr als tausend afghanischen Soldaten und Polizisten gegen die Taliban vor.

Es gebe eine Militäroperation der afghanischen Sicherheitskräfte, an der auch Einheiten der Internationalen Schutztruppe ISAF teilnähmen, bestätigte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Eingesetzt seien rund 300 Soldaten aus der Schnellen Eingreiftruppe QRF (Quick Reaction Force), die "mit dem vollen QRF-Spektrum" vorgingen. Zum Umfang des Einsatzes äußere man sich nicht, sagte der Sprecher.

Taliban verlagern Kräfte

Taliban-Kämpfer mit Waffen (Foto: dpa)

Die Kämpfer der Taliban weichen dem militärischen Druck im Süden Afghanistans aus und ziehen verstärkt in den Norden

Weil der militärische Druck auf die Taliban im Süden Afghanistans stärker geworden ist, verlagern die Taliban ihre Kräfte und Aktivitäten in andere Regionen, auch in den Norden. Die Bundeswehr hat es nicht mehr nur mit vereinzelten Anschlägen zu tun, sondern mit einer systematischen Herausforderung. Die Ereignisse in Kundus, bei denen die Bundeswehr den Einsatz afghanischer Streitkräfte absichert und unterstützt, ist wohl das erste größere Gefecht nach neuem Muster. Die Taliban haben bereits angekündigt, ihre Angriffe auf ausländische Truppen vor der afghanischen Präsidentschaftswahl im August und der Bundestagswahl im September massiv auszuweiten. Auch sie wissen, wie heikel das Thema Afghanistan in Deutschland diskutiert wird.

Soldaten auf Lastkraftwagen (Foto: dpa)

Die Soldaten der Schnellen Eingreiftruppe sind Experten in der Terrorbekämpfung

Auf Selbstmordattentäter spezialisiert

Die Soldaten der Schnellen Eingreiftruppe sind speziell für den Kampf in dem schwierigen Gelände ausgebildet. Sie wurden in Deutschland auf Angriffe durch Selbstmordattentäter und versteckte Sprengsätze entlang der Straßen und Hinterhalte vorbereitet. Mit diesen Waffen haben die Taliban den ausländischen Streitkräften Verluste zugefügt wie nie zuvor: Fast 50 Soldaten verloren allein im Juli schon ihr Leben. Eine solche Zahl hat es seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes 2001 noch nicht gegeben. (mbö/sam/dpa/reuters)

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