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Kultur

Bundeswehr holt verletzte Deutsche ab

Die Zahl der deutschen Todesopfer bei der Explosion auf der tunesischen Urlauberinsel Djerba hat sich auf elf erhöht. Eine Bundeswehrmaschine hat Verletzte in Kliniken nach Deutschland zurückgeholt.

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Ein Eingang der Ghriba-Synagoge

Synagoge Djerba Explosion Innenansicht

Gemeindemitglieder nehmen die Schäden in der Ghriba-Synagoge in Augenschein

Mehrere deutsche Medien berichten, dass es immer mehr Hinweise auf einen Anschlag gibt. Augenzeugen zufolge habe der Fahrer des Gaslastwagens keineswegs die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, so dass es zu einem Aufprall auf die Mauer und einer Explosion gekommen sei. Der Mann habe vielmehr den Lkw an der Mauer vor der Synagoge abgestellt und sich entfernt. Als der Mann von einem Polizisten auf das unerlaubte Parken aufmerksam gemacht worden sei, sei das mit Gasflaschen beladene Fahrzeug explodiert.

Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Focus" hat sich die tunesische islamistische Organisation Al-Nahda (Wiedergeburt) zu dem Anschlag bekannt. Bei arabischen Zeitungsredaktionen in London sei die Botschaft verbreitet worden, die Tat sei "in Solidarität mit unseren Märtyrer-Brüdern in Palästina" geschehen.

Synagoge Djerba Explosion

Der Haupteingang der Ghriba-Synagoge wird neu gestrichen

Auch der Nahostexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Christoph Moosbauer, geht davon aus, dass die Explosion vor der Synagoge auf einen terroristischen Anschlag zurückzuführen ist. "Wenn man sich anschaut, was passiert ist, ist es in der Tat relativ unwahrscheinlich, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat", sagte Moosbauer am Samstag (13. April 2002).

BKA-Beamte nach Tunesien entsandt

Das Auswärtige Amt betonte, alle Informationen, Hinweise und Augenzeugenberichte würden umgehend an das Bundeskriminalamt weitergeleitet. Zudem habe die Bundesregierung BKA-Beamte nach Tunesien entsandt, um möglichst schnell Klarheit über die Ursachen des Unglücks zu erhalten.

Auf Djerba waren am Donnerstag bei der Explosion eines Tanklastwagens vor einer Synagoge mindestens 15 Menschen getötet worden. Mehr als 30 Menschen wurden bei der Detonation vor der Ghriba-Synagoge verletzt. (pg)