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Aktuell Deutschland

Bundeswehr-Einsatz in Türkei gestartet

Die deutschen Patriot-Raketen sind in der Türkei eingetroffen. Damit beginnt der NATO-Einsatz zum Schutz des Landes vor möglichen Raketenangriffen aus Syrien. Auch die Niederlande und die USA beteiligen sich.

Im türkischen Mittelmeerhafen Iskenderun wurden die Patriot-Luftabwehrraketen und das dazugehörige Gerät der Bundeswehr von einem Frachtschiff entladen. Auch die Patriots des niederländischen Kontingents trafen ein. Bereits am Sonntag erreichten 240 deutsche Bundeswehrsoldaten die Hafenstadt.

Geplante Stationierungsorte der deutschen, niederländischen und amerikanischen Patriot-Raketen in der Türkei

Geplante Stationierungsorte der deutschen, niederländischen und amerikanischen Patriot-Raketen in der Türkei

Die Patriot-Luftabwehrsysteme gehören zu einer NATO-Mission zum Schutz des Bündnismitgliedes Türkei vor möglichen Raketenangriffen aus Syrien. Die etwa 300 Fahrzeuge sollen in den kommenden Tagen über den Landweg in den 200 Kilometer entfernten Stationierungsort Kahramanmaras im Süden der Türkei verlegt werden. Das teilte der Presseoffizier des deutschen Kontingents, Oberstleutnant Frank Sarach, mit. Die Patriots der niederländischen Armee werden in Adana aufgebaut, die der Amerikaner sollen in Gaziantep stationiert werden. Die Städte Kahramanmaras, Adana und Gaziantep liegen im südtürkischen Grenzgebiet zu Syrien. Die deutschen Patriots sollen Anfang Februar einsatzbereit sein.

Die Patriot-Raketen der Bundeswehr können Flugzeuge und Rakten abwehren und sollen ein mögliches Übergreifen des Bürgerkriegs in Syrien auf das Nachbarland verhindern. Dabei kommt dem Einsatz wohl hauptsächlich symbolische Bedeutung zu, da der geplante Schutzschirm nicht für die 900 Kilometer lange Grenze zu Syrien ausreicht. Der Kommandeur des deutschen Kontingents, Oberst Marcus Ellermann, bezeichnete den NATO-Einsatz als "Signal der Abschreckung".

Die Türkei hatte ihre NATO-Partner wegen der angespannten Lage um Hilfe gebeten. Der Einsatz war beschlossen worden, nachdem im Zuge des syrischen Konflikts wiederholt Granaten im türkischen Grenzgebiet eingeschlagen waren

il/pg (afp, dpa)